Zum Andenken an den großen Künstler, den hingebungsvollen Lehrer und großartigen Menschen Boris Pergamenschikow soll zukünftig alle zwei Jahre, während der Cello Meisterkurse in Kronberg, das Boris Pergamenschikow Stipendium vergeben werden. Die erste Vergabe erfolgt bei den Cello Meisterkursen 2004. Bei seinem außergewöhnlichen Einsatz für seine Schüler und andere junge Cellisten, fragte Boris Pergamenschikow ausschließlich danach, welches Potential in einem jungen Musiker und Menschen steckt und wie er ihm am besten helfen und zur Seite stehen kann. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten eines Schülers waren für ihn nicht relevant.
Mit der regelmäßigen Vergabe des Stipendiums soll sein Engagement für andere und seine große pädagogische Leistung gewürdigt werden.
Empfänger des Boris Pergamenschikow Stipendiums sollen in erster Linie junge, begabte Cellisten sein, deren Lebensumstände und weitere Entwicklung durch eine finanzielle Unterstützung wesentlich erleichtert werden. Die finanzielle Ausstattung des Fonds kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht genau angegeben werden. Es ist das Ziel, dass es sich bei diesem Stipendium, auch in Absprache mit seiner Witwe, Tatjana Pergamenschikow, um eine substantielle Förderung handelt.
Die Mitglieder eines Gremiums unterbreiten Vorschläge, wer für das Boris Pergamenschikow Stipendium infrage kommt, und treffen eine einvernehmliche Entscheidung darüber, wer Empfänger sein soll.
Mitglieder des Gremiums sind
Tatjana Pergamenschikow
Raimund Trenkler Leiter der Kronberg Academy
Christhard Gössling Rektor der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin
ein ehemaliger Schüler von Boris Pergamenschikow.
Sie alle streben an, ihre Auswahl und Entscheidung im Sinne von Boris Pergamenschikow zu treffen.
Kronberg Academy www.kronbergacademy.de
Spenden werden herzlich erbeten Kronberg Academy
Taunus Sparkasse Kronberg Konto 55 089 159 BLZ 512 500 00
Stichwort Boris Pergamenschikow Stipendium
Selbstverständlich erhalten Spender eine abzugsfähige Spendenquittung.


Boris Pergamenschikow, in Leningrad/ St. Petersburg geboren, studierte am dortigen Konservatorium Violoncello bei Prof. Emmanuel Fischmann sowie Komposition. Bei nationalen und internationalen Wettbewerben errang er zahlreiche erste Preise wie beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau und beim Wettbewerb Prager Frühling. Ab 1970 konzertierte Boris Pergamenschikow zunächst auf den wichtigsten Podien der ehemaligen UdSSR und anderer Ostblockländer. Nach seiner Emigration 1977 übernahm er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Köln und intensivierte seine Konzerttätigkeit. Gastspiele bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen sowie den Wiener und den Luzerner Festwochen, dem "Mostly Mozart" in New York, dem Edinburgh Festival und dem Schleswig Holstein Musik Festival. Auftritte mit namhaften internationalen Orchestern folgten. Boris Pergamenschikow arbeitete u.a. mit Claudio Abbado, Henri Dutilleux, Gidon Kremer, Witold Lutoslawski, Yehudi Menuhin, Krysztof Penderecki, Mstislav Rostropowitsch, András Schiff, Wolfgang Schneiderhan, Sandor Végh sowie mit dem Amadeus- und dem Alban Berg Quartett. Es liegen zahlreiche CD-Aufnahmen von Boris Pergamenschikow als Solist und als Kammermusiker vor: Die Einspielung mit Werken von Bach, Dutilleux und Gubaidulina wurde u.a. mit dem "Diapason d'Or" ausgezeichnet. Seit 1980 gab Boris Pergamenschikow Meisterkurse in Deutschland, der Schweiz, in England und Japan. Von 1980 bis 1994 war er Professor für Violoncello an der Musikhochschule Köln. 1987/88 hatte er außerdem eine Professur an der Musikakademie Basel. Seit 1998 lehrte Boris Pergamenschikow als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Boris Pergamenschikow starb am 30. April 2004 nach schwerer Krankheit. Ihm zu Ehren und Gedenken wurde von der Kronberg Academy das Boris Pergamenschikow-Stipendium für begabte junge Cellisten eingerichtet.