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Ensemble Paris-Berlin

Kooperation mit dem Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris

13.01.2018
19 H, € 6.- ERM 4.-
Studiosaal
Charlottenstraße 55, 10117 Berlin

Buy ticketOrder Hotline030.20309-2101

Gérard Grisey Périodes
Benoît Sitzia (Paris) ...d'Être, se déployer... (UA)
Cornelius Schwehr Aber die Schönheit des Gitters
Pierre Boulez Douze notations (Ensemblefassung Johannes Schöllhorn)
Roberto Fausti (Berlin) Ouvertüre (UA)
Eun-Hwa Cho Jouissance de la différence V (Concerto for Violin and Ensemble) (UA)

Im Januar 2018 tragen umfangreiche Vorbereitungen für die Zusammenarbeit des Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin erste Früchte: Die beiden Hochschulen begründen ein gemeinsames Ensemble mit Studierenden, die in Berlin und Paris Werke zeitgenössischer Musik, darunter drei Auftragswerke, erarbeiten und aufführen werden.

Die aus Südkorea stammende Berliner Professorin Eun-Hwa Cho erhält einen Kompositionsauftrag für ein Werk für Ensemble und Violine, das unter Leitung der südkoreanischen Violinistin Hae-Sun Kang einstudiert wird. Hae-Sun Kang lehrt als Professorin am Pariser Konservatorium und ist Mitglied des Ensemble intercontemporain. Zwei weitere Kompositionsaufträge gehen an je einen Kompositionsstudierenden aus Berlin und aus Paris. Die künstlerische Gesamtleitung haben Prof. Bruno Mantovani, Komponist, Dirigent und Direktor des Pariser Nationalkonservatoriums sowie Prof. Manuel Nawri, Dirigent und künstlerischer Leiter des hochschuleigenen Echo Ensembles an der Hanns Eisler.

Jouissance de la différence
Ein Kompositionsauftrag an Eun-Hwa Cho

2009 begann Eun-Hwa Cho ihren Kompositionszyklus „Jouissance de la différence“. Im Rahmen eines Wettbewerbs erhielt sie vom französischen Ensemble intercontemporain 2011 einen Kompositionsauftrag und schrieb den zweiten Teil ihres Zyklus. Für das gemeinsame Studierenden-Ensemble des Conservatoire national in Paris und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin widmet sie sich jetzt ihrer fünften Komposition in diesem Werkzyklus.

Der Titel „Jouissance de la différence“ zitiert die Schrift „Différence et répétition“ des französischen Philosophen Gilles Deleuze sowie seinen Denkansatz der Veränderung durch interne, immanente Differenz. Das Prinzip der „Lust an der Differenz und Wiederholung“ begann für Eun-Hwa Cho mit einer Fuge von Bach. „Ich wollte herausfinden, warum eine einfache, alternierende Struktur mit Wiederholungen immer wieder überraschend klingt und warum sie Sinn macht“, sagt die Komponistin.

Eun-Hwa Cho studierte zunächst Komposition in Südkorea und begann 2000 in Berlin ein Kompositionsstudium an der Hanns Eisler bei Prof. Hanspeter Kyburz. „In Deutschland habe ich sehr viel Freiheit in der Ausbildung erfahren und sie vor allem dazu genutzt, um eine eigene Sprache zu entwickeln“, erzählt die Südkoreanerin. „Am Anfang meines Studiums konnte ich in Berlin unheimlich viele Konzerte besuchen. Ich habe dabei gelernt zu hören, und erst das hat mich befähigt zu schreiben. Hören: So verstehe ich meinen Beruf und meine Aufgabe.“

Mit der Musikwelt Frankreichs kam die 1973 in Pusan geborene Komponistin während eines sechsmonatigen Studienaufenthaltes in der Pariser Cité Internationale des Arts in Berührung. „Als Komponisten ordnen wir nicht ein, ob wir französische oder deutsche Musik schreiben und kategorisieren nicht nach Nationalität. Entscheidend ist für uns die musikalische Idee des Werkes: Kann ich meine Gedanken vielleicht mit ‚französischer‘ Klangtechnik in einer bestimmten Situation besser formulieren? Ich verwende, wenn notwendig, in meinen Kompositionen auch Modelle oder Elemente aus verschiedenen Kulturen und setze sie neu um.“ Nach Berlin kehrte sie 2015 zunächst als Gastprofessorin zurück, seit 2017 ist sie Professorin für Komposition. „Meine Studierenden nehme ich eher als Kollegen wahr. Ich habe ein wenig mehr Erfahrung als sie, aber wir müssen respektieren, was sie schreiben. Ich kann ihnen helfen, ihre Gedanken besser, klarer zu artikulieren.“

Ensemble Paris-Berlin:
Javier Rodriguez Centeno Flöte (auch Piccolo, Alt und Bass-Flöte)
Shih-Ying Huang Oboe
Julius Engelbach Klarinette (auch Es- und Bassklarinette)
Florian Bensch Fagott (auch Kontrafagott)
Campbell McInnes Horn
Noé Nillni Trompete
Jumpei Yamashita Posaune
Ming-Yu Weng Schlagzeug
Chae-Um Kim Klavier
Léo Marillier Violine I, Solovioline (Berlin)
Darya Varlamova Violine I
Rozarta Luka Violine II
Ruth Mogrovejo Viola
Aleke Alpermann Violoncello
Louis Siracusa Kontrabass


Manuel Nawri Dirigent

Mit freundlicher Unterstützung von:

impuls neue musik
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