Pergamenschikow-Preis an Furiant Quartett und Trio uBu

Furiant Quartett (Foto: Warehouse Collective)
Furiant Quartett (Foto: Warehouse Collective)

Der Boris-Pergamenschikow-Preis für zeitgenössische Kammermusik 2016 wird in diesem Jahr geteilt und geht an das Berliner Furiant Quartett und das Kölner Trio uBu, gab die Jury am Donnerstagnachmittag bekannt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und mit einem Sonderpreis zur Erteilung eines Kompositionsauftrages verbunden. Der Preis für den besten mündlichen Vortrag ging an das Daphnis Quartett, er ist mit 2.000 Euro dotiert. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in Zusammenarbeit mit der Hochschule ausgerichtet.
Das Preisträgerkonzert mit dem Furiant Quartett und Trio uBu findet am 4. November, 18 Uhr, im Krönungskutschen-Saal statt. 

Trio uBu (Foto: Maria Shykyrinska)
Trio uBu (Foto: Maria Shykyrinska)

Das Furiant Quartett (Stefano Mesaglio, Vlad Popescu, Gregor Hrabar, Nika Švarc) wurde 2011 in Klagenfurt, Österreich, gegründet. Seit 2013 studiert das Streichquartett an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in den Klassen von Eberhard Feltz und Tim Vogler. 

Das Klaviertrio uBu gründete sich im Herbst 2015, um das Trio „Présence“ für Konzerte der Bernd-Alois-Zimmermann-Gesellschaft zu erarbeiten. Anna Neubert, Esther Saladin und Christoph Stöber sind Studierende bzw. Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz Köln und erhielten künstlerische Impulse durch Prof. David Smeyers und Barbara Maurer. 

Das Daphnis Quartett wurde im Herbst 2013 von Studierenden der Musikhochschule Hannover gegründet. Die vier jungen Musiker des Streichquartetts stammen aus den Niederlanden, Spanien und Deutschland und studieren in Hannover bei Prof. Oliver Wille (Kuss Quartett).

Im Rahmen des Wettbewerbs führten junge Kammermusikensembles ein nach 1950 entstandenes Werk auf und hielten einen mündlichen Vortrag über die gehörte Musik und den zeitgenössischen Kontext. Die Wettbewerbsteilnehmer wählten Werke von Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Bernhard Lang, Reena Esmail, Nino Rota, David P. Graham, Tigran Mansurjan, Jörg Widmann und Bernd Alois Zimmermann. 

Das Preisträgerensemble darf einen mit 3.000 Euro dotierten Kompositionsauftrag vergeben. Vorangegangene Wettbewerbe förderten dadurch Kompositionen von Sarah Nemtsov, Matan Porat, Ana Sokolović, Johannes Schöllhorn und Mirela Ivičević . 

Das Preisgeld für den besten mündlichen Vortrag in Höhe von 2.000 Euro wird von der Pro Musica Viva Maria Strecker-Daelen Stiftung finanziert. Der Kompositionsauftrag des Preisträgerensembles 2016 wird von der Klaus-Dieter Huehns Stiftung mit 3.000 Euro unterstützt. 

Der Förderverein der Hochschule initiierte Preis und Wettbewerb im Andenken an den Cellisten und Pädagogen Boris Pergamenschikow, der zuletzt als Professor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin unterrichtete. Die Schirmherrschaft tragen András Schiff und Tanja Pergamenschikow.

Ensembles im Wettbewerb:
Daphnis Quartett, Hannover, Elouan Quartett, Stuttgart, Furiant Quartett, Berlin, Gutfreund Trio, Frankfurt am Main, Kallos Ensemble, Karlsruhe, Notos Quartett, Berlin, Trio Saar, Saarbrücken, Trio Ubu, Köln

Jury:
Prof. Claudio Bohórquez, Professor für Violoncello, Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Prof. William Forman, Professor für Trompete, Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Prof. Dr. Daniel Göritz, Honorarprofessor für Konzertgitarre, Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Prof. Reinhard Latzko, Professor für Violoncello, Wien
Eckhard Roelcke, Autor/Journalist, Berlin
Prof. Iris ter Schiphorst, Komponistin und Professorin für Medienkomposition, Wien
Martina von Brüning, Gesellschaft der  Freunde und Förderer (ohne Stimmrecht)

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