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Konzert

Chorkonzert 31.1.17

Der Komponist Antonín Dvořák, längst etabliert und bekannt durch Großwerke wie das „Stabat mater“ und sieben Sinfonien, widmet sich nach den slawischen Tänzen einer Messe mit „bescheidenen Mitteln“, wie er an den Auftraggeber Josef Hlávka schreibt. Hlávka, der Architekt und Gründer der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste, erbat die Messe 1887 zur Einweihung der Kapelle auf seinem Schloss in Lužany. Dieses musikalische und menschliche Umfeld lässt Dvořák ein sehr persönliches, fast privates Zeugnis einer Messkomposition schreiben. Es mag der Grund sein, weshalb dieses Werk für Chor und Orgel Chöre aller Leistungsstufen zunehmend fasziniert und sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Allerdings war dies auch der Grund dafür, dass Dvořáks Verleger Fritz Simrock das Werk ablehnte. Es war nicht die Zeit für „kleine“ Werke im bescheidenen Rahmen, da das Bürgertum Vereine mit weit über hundert, ja mit bis zu 300 Chormitgliedern wie die Singakademie zu Berlin und den Philharmonischen Chor gründete.

Foto: M. C. Welker

Antonín Dvořák Messe D-Dur op. 86, Orgelfassung
Olivier Messiaen Quatuor pour la fin du temps

Lina Neuloh Klarinette
Aaron Müller Violine
Elisabeth Wand Violoncello
Emi Munakata Klavier

Arndt Martin Henzelmann Orgel
Chor der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Jörg-Peter Weigle Dirigent