Umfrage für bundesweite Studie über Machtmissbrauch beginnt

Die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin beteiligt sich ab Mai 2026 an einer bundesweiten, unabhängigen hochschulübergreifenden Studie zu Erscheinungsformen und Prävention von Machtmissbrauch an den deutschen Musikhochschulen. Die Studie wird vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München unabhängig und absolut anonym im Auftrag der Rektorenkonferenz der deutschen Musikschulen durchgeführt.

Ziel der Studie ist es, erstmals flächendeckende belastbare Erkenntnisse über Ausmaß und Erscheinungsformen von Machtmissbrauch an den deutschen Musikhochschulen zu gewinnen. Dabei sollen auch strukturelle Besonderheiten an den Musikhochschulen betrachtet und die Wirksamkeit bereits bestehender Präventions- und Sanktionsmaßnahmen der Hochschulen überprüft werden. 

Qualitative Erkenntnisse sollen nach Fachbereichen sowie hochschulspezifischen Besonderheiten differenziert werden. Ferner sollen strukturelle Besonderheiten von Lehrformaten, etwa im künstlerischen Einzelunterricht oder im Kleingruppenunterricht, hinsichtlich möglicher Risiken und Schutzfaktoren untersucht werden. Schließlich soll die Wirksamkeit bereits bestehender Präventions- und Sanktionsmaßnahmen der Hochschule überprüft werden – auch im Kontext der im Mai 2024 von der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) verabschiedeten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Machtmissbrauch an Musikhochschulen.

Mit der Teilnahme an der Studie will die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ein Zeichen für eine offene Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen sowie für ein respektvolles, diskriminierungsfreies und sicheres Studien- und Arbeitsumfeld setzen.