Leonie Haupt inszeniert Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ für Kinder in Bayreuth

Die Inszenierung der Kinderoper der Bayreuther Festspiele übernimmt in diesem Jahr die Regiestudentin Leonie Haupt im Team mit der Dramaturgin Sara Elisa Zimmermann, die an der Eisler Produktionsdramaturgie studiert. Damit wird die langjährige Kooperation des Musiktheaterregie-Studiengangs mit den Bayreuther Festspielen und der Festspielintendantin Prof. Katharina Wagner fortgesetzt.
Die Premiere von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ für Kinder in der Regie von Leonie Haupt findet am Premierentag in Bayreuth, am 25. Juli 2025, vormittags um 11 Uhr im Kleinen Festspielhaus statt. Wie in den vergangenen Jahren spielt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) sowie eine renommierte Sänger*innen-Besetzung unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Azis Sadikovic.
Für die Gestaltung des Bühnenbilds ist mit Charlotte Brandhorst erneut eine Studentin der Berliner Kunsthochschule Weißensee eingeladen, deren Studiengang Bühnenbild mit der Eisler in den Musiktheaterproduktionen regelmäßig zusammenarbeitet.
Auf Einladung von Festspielintendantin Prof. Katharina Wagner, Initiatorin der Reihe „Wagner für Kinder“, können Studierende des Regiestudiengangs der Eisler in Bayreuth ihr Regiekonzept umsetzen und damit unschätzbare Erfahrungen und Kontakte sammeln. Katharina Wagner ist Honorarprofessorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Darüber hinaus begeben sich Studierende der Hochschule kurz vor Festspielbeginn auf Studiengangsexkursion nach Bayreuth, besuchen dort Generalproben und können die Gelegenheit nutzen, mit Künstler*innen und Regisseur*innen ins Gespräch zu kommen.
Die Kooperation des Studiengangs Regie der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit den Bayreuther Festspielen und Prof. Katharina Wagner besteht seit 2009. Erfahrene Regiestudierende können sowohl bei der Inszenierung der Kinderoper als auch in aktuellen Produktionen der Festspiele assistieren.
Leonie Haupt ist Nachwuchsregisseurin für Musiktheater. Ihr künstlerisches Interesse wurde bereits im Kindesalter durch die Mitwirkung im Kinderchor an Opernproduktionen des Deutschen Nationaltheater Weimars geweckt. Nach dem Abitur absolvierte sie ein FSJ Kultur in der Konzertdramaturgie am Volkstheater Rostock und war dort in der darauffolgenden Spielzeit als Regieassistentin im Musiktheater engagiert. Seit Beginn ihres Musiktheater-Regiestudiums an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin entwickelte und inszenierte sie sowohl interdisziplinäre Sprech- und Musiktheaterprojekte als auch verschiedene Ausschnitte des Opernrepertoires. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule gründete sie das Kollektiv „Zusammenhall“, das mit seinem politischen Konzertformat Räume für Begegnung, Austausch und Reflexion schafft. Besonders die kollektive Arbeitsweise ist für sie ein elementarerer Bestandteil ihres Theaterschaffens geworden. In ihren Inszenierungen entwickelt sie poetische Bildwelten, in denen Fantasie und Wirklichkeit aufeinandertreffen und gesellschaftspolitische Fragen unserer Gegenwart verhandelt werden. Parallel zu ihrem Studium assistierte sie zudem bei den Produktionen „Neue Szenen VI“ und „Ab in den Ring!“ an der Deutschen Oper Berlin und hospitierte unter anderem bei Nadja Loschky und Ilaria Lanzino.
Sara Elisa Zimmermann studierte Germanistik und Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie an der Universidad de Granada. Sie hospitierte 2023/24 am Theater Baden-Baden im Schauspiel und nahm anschließend ihr Masterstudium Produktionsdramaturgie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin auf. Als Produktionsdramaturgin sammelte sie Erfahrung in mehreren Hochschulproduktionen. 2025 assistierte sie der Dramaturgie des Kollektivs Hauen und Stechen für die Stückentwicklung KLINGSAU zusammen mit dem inklusiven Theater Thikwa, übernahm die Produktionsdramaturgie in der Uraufführung von „Desert of Water“ bei den NEUEN SZENEN in einer Hochschulkooperation mit der Deutschen Oper Berlin sowie in einer Produktion der Strauss-Operette „Die Fledermaus“ an der jungen Oper Schloss Weikersheim.