Mozart, Glinka und Poulenc beim Musikforum Gendarmenmarkt

Wiener Klassik, russische Romantik und französische klassische Moderne – Lehrende und Studierende der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie Mitglieder der Staatskapelle Berlin spielen am 12. Juni im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin kammermusikalische Werke für Holzbläser und Klavier von Mozart, Glinka und Poulenc im Rahmen der gemeinsamen Reihe Musikforum Gendarmenmarkt.
Mozart zählte das Klavierquintett KV 452 für vier Bläser und Klavier zu seinen besten Werken, das mit seiner ungewöhnlichen Besetzung sowohl Kammermusik als auch Klavierkonzert in einem ist. Originell ist auch die Besetzung von Glinkas „Trio Pathétique“ mit Klavier, Klarinette und Fagott. Der russische Komponist schrieb das Trio während eines Italienaufenthaltes, beeinflusst von der italienischen Belcanto-Melodik seines Freundes Vincenzo Bellini. Zwischen Grand Boulevard und Pigalle setzt Francis Poulenc seiner Heimatstadt Paris mit seinem Sextett ein lautmalerisches Denkmal, lässt die Großstadtstimmen durch Bläser sprechen.
Pianistin des Kammermusikkonzerts ist Birgitta Wollenweber, die als Professorin für Klavier an der Hanns Eisler lehrt. Der Klarinettist Jens Thobenunterrichtet im Lehrauftrag an der Hochschule. Francisco Esteban ist Fagottist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und studiert derzeit ebenso wie die Solo-Hornistin der Duisburger Philharmoniker, Magdalena Ernst, an der Hanns Eisler. Der Flötist Thomas Beyer und der Oboist Gregor Witt sind Mitglieder der Staatskapelle Berlin.
Das Musikforum Gendarmenmarkt wurde 1997 in Kooperation mit dem Konzerthaus Berlin gegründet. Seither präsentieren sich im Kleinen Saal des Konzerthauses regelmäßig die neu berufenen Lehrenden sowie Absolventinnen und Absolventen der Hochschule. International renommierte Künstlerinnen und Künstler sind häufig zu Gast bei dieser Veranstaltungsreihe.