Nachruf: Prof. Josef Schwab

Prof. Josef Schwab © Chris-Karen Schmidt

Wir trauern um Prof. Josef Schwab 

27. Mai 1934 - 10. August 2026

Mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen und überaus geschätzten Kollegen, dem Cellisten Prof. Josef Schwab, der am 10. August 2026 mit 92 Jahren verstorben ist. Es war uns eine Ehre, mit diesem herausragenden Musiker und leidenschaftlichen Pädagogen zusammenzuarbeiten. Viele Generationen junger Cellistinnen und Cellisten hat er in ihrer musikalischen Entwicklung nachhaltig geprägt, darunter zahlreiche heute international bekannte Musikerinnen und Musiker. 

Josef Schwab wurde in Süd-Ungarn geboren, studierte von 1951 bis 1956 Violoncello bei August Eichhorn an der Hochschule für Musik in Leipzig, war anschließend dort Aspirant, Assistent und Dozent. 1959 wurde er Solo-Cellist im Leipziger Gewandhaus-Orchester, 1962 berief ihn das Orchester der Komischen Oper als Solo-Cellisten nach Berlin. Ab 1964 unterrichtete er schließlich parallel als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, und 1976 erfolgte seine Berufung zum hauptamtlichen Professor für Violoncello. Darüber hinaus leitete Josef Schwab viele Meisterklassen, war u.a. Gastprofessor an der Sibelius-Akademie in Helsinki sowie ein international gefragter Solist und Kammermusiker. 

Als Jurymitglied war seine große Expertise bei renommierten Wettbewerben u.a. in Leipzig, Markneukirchen, Moskau, Helsinki, München und Prag gefragt. Auch nach seiner Emeritierung unterrichtete Prof. Schwab noch viele Jahre an der Hochschule und widmete sich auch am angeschlossenen Bach-Gymnasium der frühen Talentförderung. 

Seine enorme künstlerische und pädagogische Lebensleistung werden wir immer in Ehren halten. 

Im Namen der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Prof. Andrea Tober, Rektorin

Prof. Stephan Forck, Leitung Abteilung B