Youbien Lee gewinnt 1. Preis bei der Isang Yun Competition 2025

Youbien Lee © David Ausserhofer

Die 25-jährige südkoreanische Cellistin und Eisler-Absolventin Youbien Lee aus der Klasse von Prof. Troels Svane hat bei der international renommierten Isang Yun Competition 2025 in Tongyeong, Südkorea, den 1. Preis sowie den Publikumspreis „UNESCO City of Music Special Prize“ erhalten. Der 1. Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von KRW 30.000.000, (ca. 17.700 Euro) dotiert, der Publikumspreis mit KRW 2.000.000 (ca. 1.080 Euro). Mit den Auszeichnungen sind mehrere Konzertengagements verbunden, u.a. Solo-Auftritte mit renommierten südkoreanischen Sinfonieorchestern wie dem Busan Philharmonic Orchestra.

Youbien Lee erhielt 2004 ihren ersten Unterricht auf dem Cello, war Jungstudentin am Korea National Institute for Gifted in Arts und absolvierte ihr Bachelorstudium an der Korea National University of Arts bei Prof. Kangho Lee und Prof. Tsuyoshi Tsutsumi. 2022 wechselte sie für ihr Masterstudium an die Eisler und schloss es 2025 bei Prof. Troels Svane ab. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei international renommierten Cellisten wie Csaba Onczay, Li-Wei Qin, Jens Peter Mainz, Wolfgang Emanuel Schmidt und Danjulo Ishizaka.

Lee hat bereits zahlreiche Wettbewerbserfolge erzielt, darunter der 1. Preis und ein Sonderpreis bei der David Popper International Cello Competition 2021 in Ungarn sowie erste Preise bei der 47. JoongAng National Music Competition und bei der 30. Sungjung National Music Competition im selben Jahr. 2023 wurde sie mit dem südkoreanischen Young Rising Player Prize ausgezeichnet, 2024 erreichte sie den 3. Preis bei der Buchet International Cello Competition in Belgien. Als Solistin trat sie u.a. mit den Suwon Philharmonic Orchestra, dem Cheongju Symphony Orchestra und dem Sinfonieorchester der Korea National University of Arts auf.

Die Isang Yun Competition, die jährlich im südkoreanischen Tongyeong ausgetragen wird, gehört zu den bedeutendsten Musikwettbewerben Asiens. Im dreijährigen Turnus widmet sie sich der Wettbewerb jährlich wechselnd jeweils den Kategorien Klavier, Violine und Violoncello. In diesem Jahr fand er vom 1. bis zum 9. November in der Tongyeong Concert Hall statt. Benannt ist der Wettbewerb nach dem 1917 in Tongyeong geborenen Komponisten Isang Yun, der 1996 in Berlin verstarb und als wichtiger kultureller Brückenbauer zwischen Asien und Europa gilt. Die Stadt Tongyeong trägt seit 2015 den Titel UNESCO Creative City of Music.