Absolvent*innenkonzert: Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Absolvent*innenkonzert

Friday 15.05.2026 20 H, € 12,– erm. 8,– Konzerthaus Berlin, Großer Saal Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

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Medienpartner: rbb radio3

In Kooperation mit dem Konzerthausorchester Berlin

 

Virtuose Zeitreise

Höchste Virtuosität verlangt das Programm den Solist*innen dieses außerordentlichen Absolvent*innenkonzerts mit dem Konzerthausorchester Berlin ab: Strawinskys D-Dur-Violinkonzert von 1931, Martinůs Oboenkonzert von 1955, Ravels Klavierkonzert von 1932 sowie Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 von 1930 versprechen eine aufregende musikalische Reise vor allem in die 1930er Jahre. Diesmal können vier herausragende Solist*innen der Hochschule ihr Konzertexamen ablegen, die bereits erfolgreich ihre Karriere in der Musikwelt gestartet haben.

Qingzhu Weng zählt zu den vielversprechendsten chinesischen Violinist*innen seiner Generation. Die spanische Oboistin Iria Folgado Dopico spielt bereits seit 2021 als Solo-Englischhornistin im Konzerthausorchester. Schon 2019 gewann der japanische Pianist Kenji Miura den legendären Long-Thibaud-Crespin Wettbewerb, im Januar 2026 brachte er zuletzt seine neue Solo-CD „Heimat“ heraus. Der französische Pianist Orlando Bass, der auch als Komponist erfolgreich in Erscheinung tritt, war 2023 Preisträger des Grand Prix Olivier Messiaen in Lyon.

Einmal jährlich stellt das Konzerthausorchester Berlin wertvolle Orchesterdienste für die Hochschule bereit, bei denen auch Studierende der Dirigierklasse ihre Prüfungen absolvieren. Vor seiner Dirigierausbildung an der Eisler bei Prof. Markus Stenz und Prof. Alexander Vitlin studierte Fanye Yuan aus China Klavier am Oberlin Conservatory, und die erst 23-jährige Dirigentin Sunwoo Jeong hat in Südkorea ein Kompositionsstudium abgeschlossen, bevor sie sich dem Dirigieren zuwandte. Der junge Chinese Yueyue Gu gab 2023 sein Debüt als Dirigent mit dem Jiangsu Symphony Orchestra. Er dirigiert sowohl klassiche Konzerte als auch Neue Musik und ist gleichzeitig als Pianist tätig. Jong-Jie Yin hat in seiner Heimat China bereits bei großen Orchestern dirigiert, 2023 gewann er den Grzegorz Fitelberg Dirigierwettbewerb und wurde 2025 Finalist des Herbert von Karajan Young Conductors Award der Salzburger Festspiele.

Seit 1994 spielt das Konzerthausorchester Berlin im Absolvent*innenkonzert der Eisler und ermöglicht damit herausragenden Musiker*innen und Absolvent*innen der Hochschule, ihr Konzertexamen mit einem solistischen Auftritt abzulegen – der höchste Abschluss an deutschen Musikhochschulen. Die Konzerte sind ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Ausbildung an der Hochschule.


Igor Strawinsky  1882–1971
Konzert für Violine und Orchester D-Dur K 58
Toccata
Aria I
Aria II
Capriccio

Qingzhu Weng Violine 
Fanye Yuan Dirigat

Bohuslav Martinů  1890–1959
Konzert für Oboe und kleines Orchester H 353
Moderato
Poco andante
Poco allegro

Iria Folgado Dopico Oboe 
Sunwoo Jeong Dirigat

– PAUSE –

Maurice Ravel  1875–1937
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur M 83
Allegramente
Adagio assai
Presto

Kenji Miura Klavier 
Yueyue Gu Dirigat

Béla Bartók 1881–1945
Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester G-Dur Sz. 95, BB 101
Allegro
Adagio – Presto – Adagio
Allegro molto

Orlando Bass Klavier 
Jong-Jie Yin Dirigat

Konzerthausorchester Berlin

 

Qingzhu Weng (*2001) begann im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel. Mit zwölf Jahren wurde er in das Frühstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover aufgenommen, wo er bei Prof. Krzysztof Węgrzyn studierte und anschließend sein Bachelor- und Masterstudium absolvierte. Derzeit studiert er im Konzertexamen an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Antje Weithaas und ist zugleich Artist in Residence an der Queen Elisabeth Music Chapel.

Er ist Preisträger zahlreicher renommierter internationaler Wettbewerbe, darunter des Premio Paganini, des Internationalen Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerbs, des Bach-Wettbewerbs Leipzig sowie des Internationalen Violinwettbewerbs Singapur. Er arbeitete mit der Komponistin Chia-Chen Chiang an der CD-Produktion „Origin“, die mit der Gold Medal der Global Music Awards ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2024 erhielt er den Berlin Prize for Young Artists.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf der Barockmusik. Er konzertiert regelmäßig mit dem Barockensemble Il Gardellino und trat unter anderem im Flagey in Brüssel sowie in der Jaguar Shanghai Symphony Hall auf. Seine Live-Aufnahme von Bachs Chaconne aus dem Preisträgerkonzert des Bach-Wettbewerbs Leipzig erschien im Rahmen des Projekts „Bach in Space“ beim Bachfest Leipzig.

Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Baltischen Philharmonie, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, der Bodensee Philharmonie, dem Poznań Philharmonic Orchestra, der Oppelner Philharmonie sowie der Kammerphilharmonie Frankfurt. In der Kammermusik trat er unter anderem beim Beethovenfest Bonn und beim Schleswig-Holstein Musik Festival auf.

Qingzhu Weng spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1761, die ihm vom Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung gestellt wird.

 

Fanye Yuan ist ein Orchesterdirigent aus Hunan, China. Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt im klassischen, romantischen und im Repertoire des 20. Jahrhunderts sowie im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis. Er strebt Interpretationen an, die der Stimme des Komponisten treu bleiben und zugleich flexibel, ausdrucksstark und gegenwärtig sind. Musik versteht er nicht als museales Objekt, sondern als lebendige Sprache – eine Sprache, die atmen, hinterfragen und unmittelbar mit heutigen Musikerinnen, Musikern und dem Publikum kommunizieren soll.

Derzeit lebt Fanye Yuan in Berlin und studiert Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Markus Stenz und Prof. Alexander Vitlin. Ergänzend zu seinem Hauptstudium arbeitete er mit Paavo Järvi, Leonid Grin, Christoph Mathias Mueller und Prof. Johannes Schlaefli zusammen – Erfahrungen, die seine musikalische Perspektive nachhaltig geprägt und seinen Zugang zu Repertoire und Probenarbeit erweitert haben.

Fanye Yuan gastierte auf Konzertpodien in ganz Europa und dirigierte Ensembles wie die Komische Oper Berlin, das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus, die Südwestdeutsche Philharmonie, die Magdeburgische Philharmonie, die Schlesische Philharmonie, das Pärnu City Orchestra, das Karlovy Vary Symphony Orchestra, die Hradec Králové Philharmonie sowie das Savaria Symphony Orchestra.

 

Iria Folgado Dopico begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von neun Jahren in ihrer Heimat Galizien, Spanien. Später zog sie nach Berlin, um an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Dominik Wollenweber ihren Bachelor- und Masterabschluss zu erwerben. Von 2019 bis 2021 war sie Mitglied der renommierten Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Kurz nach Beginn dieser prägenden Phase wurde sie im Januar 2020 als Solo-Englischhornistin am Konzerthausorchester Berlin engagiert, eine Position, die sie bis heute innehat.

Im Laufe ihrer Karriere wurde sie von führenden europäischen Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, den Bayreuther Festspielen, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin und dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt zur Zusammenarbeit eingeladen. Sie arbeitete außerdem unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann, Daniel Harding, Iván Fischer und Andris Nelsons. Derzeit verbindet sie ihre künstlerische Tätigkeit mit dem Konzertexamen an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo sie bei Prof. Viola Wilmsen studiert.

Zu ihren jüngsten Erfolgen zählt die Veröffentlichung ihres Debütalbums „Ecos de Breogán“, einer musikalischen Reise durch das Kammermusikrepertoire für Oboe, Englischhorn und Streichquartett britischer Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts sowie eines zeitgenössischen Werkes des galizischen Komponisten Fernando Buide del Real. Im Mai 2025 erhielt sie beim Prager Frühling eine lobende Erwähnung und den Preis des Tschechischen Musikfonds für die beste Interpretation der eigens für den Wettbewerb 2025 von Jan Klusák komponierten Komposition. Seit dem Sommersemester 2026 ist Iria Folgado Dopico Lehrbeauftragte für Englischhorn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

 

Sunwoo Jeong begann ihre musikalische Ausbildung zunächst im Fach Komposition, bevor sie ihr Studium im Orchesterdirigieren an der Korea National University of Arts bei Chi-Yong Chung abschloss. Sie wurde für die Hauptrunden des La Maestra Wettbewerbs 2026 sowie der Tokyo International Conducting Competition 2024 ausgewählt und vertiefte ihr Können in Meisterkursen bei Prof. Johannes Schlaefli und Arturo Tamayo.

Sie war als Assistenzdirigentin für KNUA Opera bei „Don Giovanni“ tätig und arbeitete mit Ensembles wie der Academia Classica KNUA und dem KNUA Orchestra zusammen. Zudem wirkte sie als Regieassistentin in mehreren Musiktheaterproduktionen mit. Derzeit lebt sie in Berlin und setzt ihr Masterstudium bei Prof. Markus Stenz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin fort, wo sie ihre künstlerische Entwicklung durch ihre Ausbildung und Engagements auf internationalen Bühnen vorantreibt.

 

Kenji Miura, von der Zeitschrift Pianist Magazine als einer der „5 Pianisten, die man 2023 im Auge behalten sollte“ bezeichnet, zeichnet sich durch seine künstlerische Tiefe aus. Internationale Bekanntheit erlangte er 2019, als er den Grand Prix sowie drei Sonderpreise beim Long-Thibaud-Wettbewerb unter dem Juryvorsitz von Martha Argerich gewann.

Als Solist ist er mit Orchestern wie dem Orchestre National de France, dem Tokyo Symphony Orchestra, den Moscow Virtuosi und dem Japan Philharmonic Orchestra aufgetreten und arbeitete dabei mit namhaften Dirigenten wie Vladimir Spivakov, Gábor Takács-Nagy, Hubert Soudant, Pierre Bleuse, Gabriel Feltz, Jesko Sirvend und Kahchun Wong zusammen. Auch als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er aktiv und musizierte u.a. mit Amihai Grosz, Andreas Ottensamer und Veronika Eberle.

Sein Debütalbum „Identity“ (Warner Classics, 2022) erhielt große Anerkennung (seine zweite CD „Heimat“ erschien Anfang 2026). Geboren in Kobe, Japan, begann Kenji Miura im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und verfeinerte seine Kunst in London und Berlin. Dort entwickelte er eine Karriere, die sich durch Tiefe und Fantasie auszeichnet. Nach seinem Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Eldar Nebolsin trat er in die dortige Fakultät als Lehrbeauftragter ein, wo er nun mit Leidenschaft die nächste Generation von Pianisten fördert.

 

Yueyue Gu ist ein junger Dirigent und Pianist, welcher derzeit sein Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Dirigierklasse von Prof. Markus Stenz absolviert. Weitere künstlerische Impulse erhält er im Klavier bei Minh Ton Nu sowie im Bereich der Opernkorrepetition bei Anastasia Timofeeva. Im Jahr 2026 wird er in Berlin Poulencs Oper „Les Mamelles de Tirésias“ aufführen. Außerdem wurde er für die Meisterklasse von Thomas Adès der Peter Eötvös Foundation in Budapest sowie für die Järvi Academy in Estland ausgewählt.

Yueyue Gu wurde 2006 in der Provinz Heilongjiang, China in eine Musikerfamilie geboren und erhielt früh musikalische Ausbildung durch seine Eltern. Ab 2017 nahm er Klavierunterricht bei Prof. Ying Zhou. 2018 wurde er an der Mittelschule des Central Conservatory of Music im Fach Musiktheorie aufgenommen, wo er Unterricht in Komposition und Musiktheorie erhielt und unter Anleitung von Prof. Bing Chen mit dem Dirigieren begann. 2021 wechselte er in die Dirigierklasse von Prof. Man Zhu und wurde zudem langfristig von Prof. Christian Ehwald betreut.

Er arbeitete bereits mit Orchestern wie dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Hochschulorchester der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, dem Karlovy Vary Symphony Orchestra, dem Kammerorchester des Shanghai Conservatory of Music, dem Jiangsu Symphony Orchestra, dem Orchestra della Alpi sowie dem Ettore Pozzoli Philharmonic Orchestra zusammen. 2023 gab er sein Debüt als Dirigent mit dem Jiangsu Symphony Orchestra in einem Abonnementkonzert, bei dem er zugleich als Pianist und Sprecher auftrat. 2025 dirigierte er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Johann Strauss' Operette „Die Fledermaus“. Als Assistent seines Professors Markus Stenz wirkte er bei einer konzertanten Aufführung von Wagners „Götterdämmerung“ mit dem Hangzhou Philharmonic Orchestra mit.

Ein weiterer Schwerpunkt von Yueyue Gus Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik: Er dirigierte das Preisträgerkonzert des ersten chinesisch-britischen Jugend-Kompositionswettbewerbs des Chetham's Chinese Music Programme, Konzerte der Reihe „Zoom+Focus“ in Berlin sowie Proben zu Huihui Chengs Oper „Desert of Water“ im Projekt „Neue Szene VII“ der Deutschen Oper Berlin. Neben dem Dirigieren ist Yueyue auch als Pianist in der Kammermusik aktiv. 2023 konzertierte er gemeinsam mit der Guzheng-Spielerin Sha Yuan auf der Tournee „Guiqu Laixi“. Als Korrepetitor war er an Proben von Mozarts „Idomeneo“ und Wagners „Siegfried“ beteiligt. 2025 wurde er für das Projekt „Das Kritische Orchester“ des Forum Dirigieren ausgewählt. Weitere künstlerische Impulse erhielt er u.a. von Maria João Pires, Prof. Peter Waas sowie Lü Jia.

 

Orlando Bass ist ein französischer Pianist und Komponist britischer Abstammung, der 1994 geboren wurde. Er studierte am Conservatoire national Supérieur de Musique et de Danse in Paris und erhielt Diplome in Klavier, Kammermusik, Begleitung und Komposition. Dort unterrichtet er Harmonielehre seit 2025. An der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin absolviert er bei Prof. Kirill Gerstein ein Konzertexamen Diplom.

Er spielt regelmäßig einen großen Teil des klassischen Repertoires und hat das Bedürfnis, vergessene Meisterwerke berühmter und unbekannter Komponisten zu erforschen, um einen ehrlichen Überblick über die Entwicklung der Musik im Laufe der Zeit zu geben. Daher bewundert er die Explosion der musikalischen Ausdrucksformen, Musiksprachen und Ästhetiken zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Sein Katalog umfasst zahlreiche Kammermusikwerke und Klaviermusik, eine Handvoll Orchester- und Konzertwerke sowie drei Opernwerke. Er lehnt es ab, sich mit einer einzigen klar definierten Ästhetik und einem allzu bequemen kompositorischen Rahmen zufrieden zu geben, sodass jedes Werk eine neue Herausforderung darstellt.

Eine CD mit Präludien und Fugen für Klavier solo, die durch das 20. und 21. Jahrhundert führt, wurde 2018 bei Indésens Calliope Records veröffentlicht und eine Doppel-CD mit Uraufführungen aus seiner eigenen Feder und von Olivier Penard erschien im Januar 2021 bei Dux. Eine neue CD mit seinen Klavierwerken wird 2026 veröffentlicht. Weitere CDs als Kammermusiker sind bei Maguelone, Triton, Odradek und Hortus erschienen. Seit 2024 arbeitet er an der Aufnahme der gesamten Solo- und Kammermusikwerke von Borys Lyatoshynsky und Michel Ciry.

Seit 2019 ist er Preisträger der Fondation Banque Populaire, die ihn bei seinen vielfältigen Projekten sowohl als Interpret als auch als Komponist tatkräftig unterstützt. Er gewann die ersten Preise beim Concours international Olivier Messiaen, dem Paola Bernardi Cembalowettbewerb in Bologna und dem Boris Lyatoshinskys Wettbewerb.

 

Jong-Jie Yin feiert mit seinen 25 Jahren große Erfolge als Nachwuchsdirigent und begeistert das Publikum in Europa und Asien. Als einer der Finalisten des Herbert-von-Karajan-Preises 2025 wurde sein Konzert mit der Camerata Salzburg bei den Salzburger Festspielen, bei welchem Werke von Qigang Chen, Mozart und Haydn aufgeführt wurden, mit großem Beifall aufgenommen.

Internationale Anerkennung erlangte er erstmals nach seinem Sieg beim 11. Internationalen Grzegorz Fitelberg Wettbewerb für Dirigent*innen im Jahr 2023. Seitdem folgten zahlreiche hochkarätige Engagements in ganz Europa, unter anderem mit dem NFM Wrocław Philharmonic Orchestra, dem Poznań Philharmonic Orchestra, der Schlesischen Philharmonie und der Baltischen Philharmonie, von denen er regelmäßig Einladungen erhielt. In der Saison 2025/26 gab er sein Debüt beim Ludwig van Beethoven Osterfestival in Warschau sowie mit der Zagreber Philharmonie. Zudem kehrte er unter anderem zur Philharmonie Posen und zur Baltischen Philharmonie zurück. In China ist Jong-Jie Yin ein gefragter Gastdirigent und dirigiert regelmäßig mit den Sinfonieorchestern von Shanghai, Guangzhou und Guiyang, dem NCPA-Orchester und dem Hangzhou Philharmonic Orchestra. Seit September 2023 ist er Assistenzdirigent des Chinesischen Nationalen Symphonieorchesters.

In den letzten Spielzeiten erweiterte er sein Repertoire um Mahlers 4. Sinfonie bei seinem Debüt mit der Łódźer Philharmonie und dirigierte Beethovens 9. Sinfonie mit dem Xiamen Philharmonic Orchestra. Außerdem gab er sein Operndebüt mit Mozarts „La clemenza di Tito“ an der Baltischen Oper Danzig. Zuvor erhielt er beim 57. Internationalen Wettbewerb für junge Dirigent*innen in Besançon 2021 als Finalist eine „special mention“ (der Große Preis wurde nicht vergeben). Neben seiner professionellen Tätigkeit setzt er sein Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Markus Stenz fort.