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Sueye Park

Sueye Park
Sueye Park © Álfheiður Erla Guðmundsdóttir

Deutschlandstipendiatin seit 2017

Sueye Park wurde 2000 in Südkorea geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel. Seit 2009 studiert sie bei Prof. Ulf Wallin an der HfM. Die Violinistin nahm an verschiedenen Meisterkursen wie z. B. dem Internationalen Keshet-Eilon-Meisterkurs für Violine in Israel teil und absolvierte Meisterkurse bei Ida Haendel und Ivry Gitlis. Sueye Park konzertierte bei verschiedenen europäischen Festivals und trat u. a. mit den Brandenburger Symphonikern, dem Orchester der Stadt Heidelberg, der Staatskapelle Weimar, dem Magdeburgischen Philharmonischen Orchester und mit dem Korean Symphony Orchestra auf. Als 11-Jährige gastierte sie als Solistin mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin. Sueye Park gewann außerdem erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, zuletzt im Internationalen Spohr-Wettbewerb in Weimar. Stipendien erhielt sie bereits von der Jürgen Ponto-Stiftung der Commerzbank und der Hans und Stefan Bernbeck-Stiftung. Seit 2017 ist sie Stipendiatin des Deutschlandstipendiums.
2015 erspielte sich Sueye Park beim Instrumentenwettbewerb der Sinfonima-Stiftung in Mannheim eine Violine von Nicolas Lupot. Zurzeit spielt sie ein Meisterinstrument von Ferdinando Gagliano, Neapel aus dem Jahre 1758. Die junge Musikerin hat bereits mehrere Rundfunkaufnahmen gemacht, zuletzt für den Sender Deutschlandradio in Berlin. Für das Label BIS nahm sie die 24 Capricen von Niccolò Paganini und eine Recital-CD auf.

Sueye, du bist im Alter von neun Jahren mit deiner Familie nach Berlin gezogen, um an der HfM als Jungstudentin zu studieren. Wie kam es dazu?
Mein jetziger Professor Ulf Wallin war in Seoul, um einen Meisterkurs zu geben. Eine Bekannte meiner Familie kannte ihn aus ihrem gemeinsamen Studium in Wien und hat mir ein Vorspiel bei ihm vermittelt. Nach meinem Vorspiel hat Ulf Wallin mir dann vorgeschlagen, nach Berlin zu kommen, um bei ihm zu studieren. Da ich noch sehr jung war, ist meine ganze Familie mit mir nach Berlin gezogen.

Was bedeutet dir das Studium an der HfM?
Es ist immer wieder ein ganz besonderes Gefühl, hier zu studieren, weil es eine unglaublich hochgeschätzte und gute Hochschule ist. Als Geigerin hier zu studieren, macht mir wirklich Freude – jeden Tag in die Hochschule zu kommen und immer wieder etwas Neues zu lernen, sowohl in der Musik als auch im Sozialen.

Was sind deine nächsten musikalischen Ziele?
Erstmal möchte ich das Studium gut abschließen, um dann als Solistin und Kammermusikerin Konzerte zu geben und an Wettbewerben teilzunehmen.

Was sind deine nächsten Projekte? Du hast mir erzählt, dass du gerade in Tunesien warst?
Ja, ich war kürzlich in Frankreich und habe dort ein Solorezital gespielt. Danach bin ich direkt nach Tunesien gereist und habe dort in einem koreanischen Orchester gespielt. Im November 2018 mache ich eine Tour in Israel mit Orchester und vorher spiele ich noch ein paar Solorezitale, was ich regelmäßig mache.

Weshalb benötigst du die finanzielle Unterstützung durch das Deutschlandstipendium?
Bis Februar 2018 habe ich mit meinen Eltern in Berlin zusammengelebt, aber sie mussten nun nach Korea zurückziehen. Meine Eltern kann ich nicht um eine monatliche Unterstützung bitten, daher versuche ich, mein Studium und Leben u. a. dank Stipendien zu finanzieren.

Seit einem Jahr wirst du bereits durch deine private Förderin unterstützt, die dein Deutschlandstipendium kofinanziert. Wie erlebst du den Kontakt zu ihr?
Wir schreiben regelmäßig E-Mails und vor ein paar Wochen war ich zu einem Essen bei ihr zu Hause eingeladen. Dort haben wir uns ausgetauscht. Sie ist eine ganz tolle Frau mit einer ganz tollen Familie. Ich fühle mich sehr wohl mit ihr und mit unserer Beziehung. Es ist ein Glück, dass ich sie getroffen habe und ich bin ihr für ihre Unterstützung sehr dankbar.

Das Interview führte Anneke Kleimann, Stipendienbeauftragte der HfM.