Newsletter 04_2026


Sehr geehrte Damen und Herren,

in den Veranstaltungen unseres Sommersemesters werden wir Ihnen eine leistungsstarke internationale Auswahl der Besten der jüngsten Studierendengeneration der Musikwelt vorstellen: Wir sind sehr stolz darauf, dass sich nach wie vor die talentiertesten Musikerinnen und Musiker zahlreich an der Eisler bewerben.

Die jahrzehntelange Erfolgsgeschichte unserer Hochschule sollte in diesem Herbst mit dem 75. Jubiläum einen würdigen Höhepunkt finden. Viele unserer Pläne und Ideen zum Jubiläum haben wir nun hintangestellt, um angesichts der kurzfristigen Sparmaßnahmen der Berliner Landespolitik und des Wissenschaftssenats für das Jahr 2025 weiterhin einen geregelten Studienbetrieb für unsere Studierenden zu gewährleisten – doch wir alle werden die Auswirkungen leider an vielen Stellen spüren. In diesem Frühjahr stehen dann Gespräche über Nachverhandlungen unseres bestehenden Hochschulvertrags an, denn die Berliner Politik hat eine drastische Reduzierung der Finanzmittel für die nächsten Jahre angekündigt. Wir werden dem entschieden entgegentreten und für die Zukunft unserer exzellenten künstlerischen Ausbildung kämpfen.

Als Hochschule werden wir eine vorausschauende Politik mit nachhaltigen Entwicklungsperspektiven einfordern, denn für uns steht viel auf dem Spiel. Die vielen musikalischen Höchstleistungen unserer Studierenden im Sommersemester werden uns dies sicherlich vor Augen führen. Ich freue mich auf diese Lichtblicke und wünsche Ihnen trotz der bevorstehenden Einschränkungen inspirierende Begegnungen in der Hochschulgemeinschaft, mit unseren Alumni und unserem treuen Publikum. 

Ihre

Prof. Andrea Tober
Rektorin

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Eisler Sinfonietta, Ruth Macke Eisler Sinfonietta, Ruth Macke © Janine Escher, Birgit Kaulfuß
24.04.2026 | 19 H | Studiosaal | € 6,– erm. 4,– VVK ab 1.4.

Eisler Sinfonietta

Vom Wunderhorn nach Theresienstadt Hans Krása, Viktor Ullmann, Józef Koffler, Gustav Mahler und Arnold Schönberg, noch in Österreich-Ungarn geboren, spiegeln in ihren Klangwelten und Lebenswegen die tiefen Brüche des 20. Jahrhunderts wider. Sie reichen von den Mahler-Liedern aus „Des Knaben Wunderhorn“, mit Texten deutscher Lyrik, bis hin zum liebes- und lebenssüchtigen Tanz auf dem Vulkan der ausklingenden, goldenen 1920er Jahre auf dem Weg in den Faschismus. Józef Kofflers Musiktheater „Alles durch M.O.W.“ (1932), eine Partnervermittlung im Kaffeehaus, wurde erst 2025 auf Betreiben des Komponisten Johannes Schöllhorn uraufgeführt, der den Klavierauszug des Lemberger Kompositionsprofessors orchestriert hat. Die fünf Komponisten jüdischer Herkunft waren bereits vor 1933 antisemitischer Diffamierung ausgesetzt, ihre Werke wurden im „Dritten Reich“ verboten. Nach zweijähriger unmenschlicher Lagerhaft in Theresienstadt wurden Krása und Ullmann 1944 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet, Koffler wurde mit seiner Familie im südostpolnischen Krościenko Wyżne von der Gestapo umgebracht. Ihre Werke sind zu großen Teilen heute verschollen und werden nach wie vor nur selten aufgeführt. Arnold Schönberg emigrierte 1933 in die USA, sein siebenminütiges Melodram „Ein Überlebender aus Warschau“ von 1947 über die Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto zählt zu den eindrucksvollsten Werken über den Holocaust. Gustav Mahler  1860–1911 6 Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ (Auswahl) Józef Koffler  1896–1944 M.O.W.-Suite aus dem Musiktheater „Alles durch M.O.W“ (Arr. Johannes Schöllhorn) Viktor Ullmann  1898–1944 6 Lieder nach Gedichten von Albert Steffen für Sopran und Kammerensemble (Arr. Geert van Keulen) Hans Krása  1899–1944 Symphonie für kleines Orchester Arnold Schönberg  1874–1951 „Ein Überlebender aus Warschau“ Gesangstudierende Mitwirkende Ruth Macke Sprecherin Eisler Sinfonietta Manuel Nawri Leitung


 
Logos Jazz Institut-Berlin, Institut für Neue Musik Klangzeitort © Jazz Institut-Berlin, Institut für Neue Musik Klangzeitort
25.04.2026 | 19 H | Studiosaal | € 6,– erm. 4,– VVK ab 1.4.

Institute

Werke von Gustav Mahler, Józef Koffler, Viktor Ullmann, Hans Krása und Arnold Schönberg


 
Klassenabende Klassenabende © Ernst Fesseler
26.04.2026 | 19 H | Studiosaal | € 6,– erm. 4,– VVK ab 1.4.

Klassenabende


 
Collage Concerts Collage Concerts © Collage Concerts
27.04.2026 | 19 H | Studiosaal | € 6,– erm. 4,– VVK ab 1.4.

Collage Concerts


 
28.04.2026 | 19 H | Studiosaal | € 6,– erm. 4,– VVK ab 1.4.

Sinfoniekonzert

Save the Date Wir möchten Sie bereits jetzt auf unser Sinfoniekonzert unter der Leitung von Markus Stenz aufmerksam machen. Weitere Informationen finden Sie hier.



Zu guter Letzt

Kennen Sie schon unsere Fotostrecken? Hineinschauen lohnt sich - hier erhalten Sie Impressionen von vergangenen Veranstaltungen der Hochschule, wie dem Festival Kosmos Kammermusik

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Festival Kosmos Kammermusik – Abschlusskonzert © Janine Escher

Spielorte

KKS (Krönungskutschen-Saal)
GKS I (Galakutschen-Saal I)
Schloßplatz 7, 10178 Berlin-Mitte
U5 Museumsinsel, U2 Hausvogteiplatz, Bus 100, 147, 200, 300

Studiosaal, Hörsaal 151
Charlottenstr. 55, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin-Mitte
U2, U6 Stadtmitte, U5 Unter den Linden

Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal
Gendarmenmarkt, 10117 Berlin-Mitte
U2, U6 Stadtmitte, U5 Unter den Linden, Bus 100, 147, 200, 265, 300