Kritisches Orchester
© Simon Pauly
| |
|---|
|
|---|
9. bis 12. März 2023 | Neuer Marstall Das Kritische Orchester® unterrichtet dirigentischen Nachwuchs Das Kritische Orchester® geht in die nächste Runde: Zum 19. Mal treffen vom 9. bis 12. März 2023 Nachwuchsdirigentinnen und -dirigenten aus aller Welt im Krönungskutschen-Saal der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin auf erfahrene, wohlwollend-kritische Musikerinnen und Musiker. Im weltweit einzigartigen Kritischen Orchester geben Musiker*innen ihr Feedback an die Dirigent*innen am Pult. Prof. Lothar Strauß, Erster Konzertmeister der Staatskapelle Berlin, hat die Künstlerische Leitung der international beachteten Dirigierwerkstatt, deren Finale am 12. März für das Publikum geöffnet ist. Als Mentor steht den Nachwuchstalenten der österreichische Dirigent Johannes Wildner zur Seite. 2002, im Gründungsjahr des Kritischen Orchesters, war es noch ein Tabubruch, dass Orchestermusiker*innen der Leitung Feedback geben. Seither hat sich die Orchesterkultur zwar hin zu mehr Offenheit entwickelt, doch im täglichen Probenbetrieb bleibt offen geäußerte Kritik an der Dirigentin oder dem Dirigenten weiterhin die Ausnahme. Hier setzt das Konzept des Kritischen Orchesters an: Professionelle ehrenamtliche Orchestermusikerinnen und -musiker geben jungen Dirigent*innen ihr konstruktives Feedback und lassen sie so von ihren Erfahrungen profitieren. Musiker*innen aus Orchestern wie dem Konzerthausorchester Berlin, der Staatskapelle Berlin, dem WDR Funkhausorchester Köln, den Staatskapellen Dresden und Halle, der Komischen Oper Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Staatsorchester Kassel u.v.a. bilden das Kritische Orchester. Die Dirigierwerkstatt findet in drei Runden statt. Die Teilnehmer*innen, die sich in den ersten Proben bewähren, erreichen die nächste Runde. Auf diese Weise gewinnen die Finalist*innen schrittweise wertvolle Probezeit mit dem Kritischen Orchester. Insgesamt 130 Bewerbungen wurden in diesem Jahr beim Forum Dirigieren, das das Projekt in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin organisiert, eingereicht. Unter den Bewerber*innen waren 21,54 % Frauen, 77,69 % Männer und 0,77 % divers. Sie stammen aus insgesamt 37 verschiedenen Nationen.
Zur Teilnahme am 19. Kritischen Orchester wurden durch die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Lothar Strauß per Video ausgewählt: Kyrian Friedenberg, Brian Liao, Aleksandra Melaniuk, Victor Rouanet, Juya Jooyeon Shin, Dayner Tafur Diaz, Chunyi Zhao Außerdem nehmen folgende Stipendiat*innen des Forum Dirigieren teil: Aurel Dawidiuk, David Fernández-Caravaca, Artem Lonhinov, David Preil Probenbesuche sind für Journalistinnen und Journalisten nach Absprache an folgenden Orchesterproben-Terminen möglich: 2. Runde (5-8 Teilnehmende) Sa, 11. März 2023 | 10.30 - 13.00 Uhr und 14.00 - 16.30 Uhr 3. Runde/Finale (2-5 Teilnehmende) So, 12. März 2023 | 11.00 - 15.00 Uhr (öffentlich) Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Neuer Marstall, Schloßplatz 7, 10178 Berlin Krönungskutschen-Saal
Repertoire: 1. Runde: Franz Schubert: Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485 2. Runde: Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur 3. Runde: Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur Op. 60
| |
|---|
|
|---|
Das Kritische Orchester®Das Kritische Orchester ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Es wurde 2002 nach einer Idee von Klaus Harnisch von Prof. Christhard Gössling an der Hochschule gegründet. Hier versammeln sich ehrenamtlich Mitglieder namhafter Orchester, um jungen Nachwuchsdirigentinnen und -dirigenten eine weltweit einzigartige Unterrichtssituation zu ermöglichen: Die Musikerinnen und Musiker selbst sind es, die den Dirigierenden ihr Feedback und ihre Anregungen während der Probenphase geben. So profitieren die jungen Talente von den Erfahrungen der Musizierenden aus hochkarätigen Orchestern, wie etwa den Staatskapellen Berlin und Dresden, den Orchestern der Deutschen Oper Berlin und der Komischen Oper Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem WDR Sinfonieorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Niedersächsischen Staatsopernorchester und dem Beethoven Orchester Bonn. Zu den Teilnehmenden vergangener Dirigierwerkstätten zählen u.a. Patrick Lange, Eivind Gullberg Jensen, David Afkham und Kristiina Poska. Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und unisono - Deutsche Musik- und Orchestervereinigung gefördert . Deutscher MusikratDer Deutsche Musikrat(DMR) engagiert sich für die Interessen von 15 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. Er repräsentiert rund 100 Organisationen und Dachverbände des professionellen Musiklebens und des Amateurmusizierens sowie die 16 Landesmusikräte. Der Deutscher Musikrat e.V. in Berlin setzt mit seiner musikpolitischen Arbeit als zivilgesellschaftlicher Akteur Impulse für ein lebendiges Musikleben und ist steter Dialogpartner für den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung. Die Deutscher Musikrat gGmbH in Bonn organisiert als Träger die dreizehn langfristigen Projekte des DMR: die Ensembles Bundesjugendorchester, Bundesjugendchor und Bundesjazzorchester; die Wettbewerbe Jugend musiziert, Jugend jazzt, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb und Deutscher Chorwettbewerb; die Förderprogramme Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb, Forum Dirigieren, Podium Gegenwart, PopCamp sowie das Deutsche Musikinformationszentrum (miz). Darüber hinaus verantwortet sie temporäre Förderprogramme: „U*music“, „Landmusik“, „NEUSTART KULTUR – Digitalisierung Musikfachhandel", „NEUSTART KULTUR – Stipendien Programm Klassik", „NEUSTART KULTUR – Freie Musikensembles“, „DMR Stipendienprogramm 2022“ und „DMR Stipendienprogramm 2023“. Der DMR wurde 1953 gegründet und ist die größte Bürgerbewegung im Kulturbereich. Als Mitglied der UNESCO hat er sich in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Forum DirigierenDas Forum Dirigieren (ehemals: Dirigentenforum) ist das Förderprogramm des Deutschen Musikrates für den dirigentischen Spitzennachwuchs in Deutschland. In den Sparten Orchester- und Chordirigieren werden durch Meisterkurse Talente gefördert und die künstlerische Begegnung der jungen Dirigentengeneration mit renommierten Dirigentenpersönlichkeiten ermöglicht. Die Stipendiaten des Forum Dirigieren durchlaufen ein umfangreiches Arbeitsprogramm mit professionellen Orchestern und Chören. Die Vermittlung von Assistenzen, Förderkonzerten, Preisen und Stipendien ist weiterer Bestandteil der Förderung. Das Forum Dirigieren richtet außerdem den Deutschen Dirigentenpreis in Köln und den Deutschen Chordirigentenpreis in Berlin aus. Finanziell wird das Forum Dirigieren von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder getragen. Weiterhin fördern die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, unisono - Deutsche Musik- und Orchestervereinigung, die Deutsche Orchester-Stiftung sowie der Freundeskreis Forum Dirigieren e.V. regelmäßig das Projekt. Hochschule für Musik Hanns Eisler BerlinDie Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, 1950 gegründet, bildet an zwei Standorten im Herzen Berlins ca. 500 Studierende aus und ist als einzige deutsche Musikhochschule ausschließlich auf die künstlerische Ausbildung spezialisiert. Professor*innen wie Nicolas Altstaedt, Kolja Blacher, Claudio Bohórquez, Thomas Quasthoff, Christine Schäfer, Antje Weithaas und Tabea Zimmermann tragen zur hervorragenden internationalen Reputation sowie zur hohen Anziehungskraft für junge Musiker*innen aus aller Welt bei. Als wichtiges Glied im Netz der renommierten Kulturinstitutionen Berlins arbeitet die Hochschule eng mit den großen Orchestern, den drei Opernhäusern und weiteren Einrichtungen zusammen. Studierende können bereits während des Studiums wertvolle Erfahrungen im professionellen Musikbetrieb sammeln und Kontakte für ihre Karriere knüpfen. Etwa 300 eigene öffentliche Veranstaltungen jährlich geben Einblick in die künstlerische Entwicklung der Studierenden. Zum Ausbildungsprofil zählen die drei mit der UdK betriebenen Institute für Jazz, zeitgenössische Musik und Musikergesundheit sowie das Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach. |
|---|
|
|---|
|
JPG, 476 KB
Kritisches Orchester
Das Kritische Orchester (c) Simon Pauly |
|---|
|
|---|
|
|