Presseinformation


Richard David Precht, 2023 Musil-Projekt © Janine Escher

Sprachspiele: Ein Wittgenstein-Projekt mit Richard David Precht

Sa+So 29.+30. MRZ | Studiosaal | 12 € erm. 8 €

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache

Der Philosoph Richard David Precht, der Komponist Jörg Mainka und der Regisseur Martin Möller haben zusammen mit Studierenden der Klassen Komposition sowie Historischer und Zeitgenössischer Tonsatz ein literarisch-musikalisch-szenisches Konzept zur Spätphilosophie Ludwig Wittgensteins entwickelt. Die Arbeitsweise Wittgensteins in den „Philosophischen Untersuchungen“ und seine Idee des „Sprachspiels“ waren Inspiration für die kompositorische Arbeit und das Ineinandergreifen von Text, Musik und Bild. In drei Vorstellungen wird das Wittgensteinprojekt gemeinsam aufgeführt. 

Cambridge 1929. Wittgenstein is back, der Verfasser des legendären Tractatus logico-philosophicus. Doch wer glaubt, Wittgenstein mache da weiter, wo er 1921 geendet hatte, sieht sich getäuscht. Wittgenstein möchte nicht mehr die Sprache mithilfe der Logik aufräumen und damit alle philosophischen Probleme lösen. Stattdessen wendet er sich der Sprache selbst zu. Ist sie ein geeignetes Mittel dafür, die Welt zu zeigen wie sie wirklich ist? Was ist mit all den sinnlichen Eindrücken, die unser Leben bestimmen? Haben Gefühle eine Logik, kann man sie in Sprache übersetzen? Gibt es eine geeignete Sprache zur Repräsentation von Farben?

Der späte Wittgenstein erkennt, dass unsere Sprache nur funktioniert, weil sie vieles voraussetzt, was sie nicht hinterfragt. Hinter jedem Sinn steht nicht nur ein Spiel, das ihn erzeugt, sondern auch ein Hintergrund, der diesen Sinn einordnet. Ohne ein unhinterfragtes Weltbild kein Sinn und kein Sprachspiel ohne einen stummen Hintergrund. Die Beschäftigung mit der stummen Gewissheit ist Wittgensteins letzte philosophische Passion.

Bereits 2023 erarbeiteten Richard David Precht und Jörg Mainka zusammen mit den Studierenden sehr erfolgreich ein Projekt über den Roman von Robert Musil „Der Mann ohne Eigenschaften“. „Die gleitende Logik der Seele“ wurde in der Hochschule sowie in der Hamburger Elbphilharmonie beim Harbour Front Literaturfestival aufgeführt.
Richard David Precht ist seit 2012 Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Eisler, Jörg Mainka unterrichtet seit 1999 als Professor Historischen und Zeitgenössischen Tonsatz. 
 

Sprachspiele 

Texte von Ludwig Wittgenstein und Richard David Precht
Kompositionen von Saemi Jeong, Shadi Kassaee, René Kuwan, Jonathan Lauwers, Jörg Mainka, Giovanni Michelini, Julius Tangerding, Henning Wölk 

Richard David Precht - Erzähler
Zalina Sanchez, Markus Ücker - Schauspieler*in 
Instrumentalstudierende

Christian Schüller - Musikalische Leitung
Martin Möller - Regie
Richard David Precht und Jörg Mainka - Projektleitung 

► Details und Tickets Sa 29.3. 17 H
► Details und Tickets Sa 29.3. 20 H
► Details und Tickets So 30.3. 17 H

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Mann vor weißem Hintergrund auf der Bühne
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Richard David Precht, Musil-Projekt 2023 (c) Janine Escher

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Richard David Precht, Musil-Projekt 2023 (c) Janine Escher

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Richard David Precht, Musil-Projekt 2023 (c) Janine Escher

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