Die Fledermaus

Rauschhafte Gesellschaftssatire
Zum 200. Geburtstag von Johann Strauss widmet sich die HfM Hanns Eisler im Herbst 2025 erstmals seit langer Zeit wieder dem Genre der Operette und führt im Rahmen ihrer jährlichen großen Hochschulproduktion Strauss‘ berühmtestes und erfolgreichstes Werk auf: „Die Fledermaus“, das Paradestück der Goldenen Operettenära von 1874. Die Produktion wird mit herausragenden Gesang- und Instrumentalstudierenden doppelt besetzt. Über 60 Studierende werden inklusive eines Chors an der szenisch-musikalischen Aufführung mitwirken. Die Fassung von Franz Wittenbrink (1992) arbeitet mit ihrer reduzierten Besetzung von neun Instrumentalist*innen den Gesangstudierenden musikalisch zu. Mit Flügel, Streichquartett, Flöte, Klarinette, Harmonium und Schlagwerk besetzt, entwickelt das kammermusikalische Arrangement von Wittenbrink ohne Blechbläser ein Klangbild von morbider Schönheit.
„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist!“
In der Zeit nach dem Wiener Börsenkrach und der gigantischen, schwer defizitären Weltausstellung im Wiener Prater von 1873 nahm Johann Strauss die Umstände zum Ausgangspunkt seiner bitterbösen Gesellschaftskritik. In einem Fest der Falschheit und des ungehemmten Konsums führte er die Wiener Gesellschaft in ihrer Verlogenheit und ihrem Hedonismus vor. Im 75. Jubiläumsjahr der Hochschule, in dem die Berliner Kultur- und Wissenschaftslandschaft gerade wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten entgegenblickt, wird auch die Inszenierung an der Eisler einen Bezug zur Gegenwart und Geschichte herstellen. Prof. Claus Unzen inszeniert die Operette zum Abschluss seiner jahrzehntelangen Arbeit an der Hochschule, an der er seit den 1990er Jahren die Regieausbildung geprägt hat. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Peter Meiser. Zu guter Letzt der „Frosch“: Freuen Sie sich auf ein Rollendebüt unserer Gesangsprofessorin Christine Schäfer.
Sechs Aufführungen finden im Studiosaal der Hochschule statt, mit einer A- und B-Premiere am 17. und 18. Oktober und vier Folgevorstellungen. Eine Stunde vor der ersten und letzten Vorstellung am 17. und 25. Oktober wird zusätzlich eine thematische Einführung im Kammermusiksaal I angeboten. Der Abend des 200. Geburtstags von Johann Strauss am 25. Oktober wird eine ganz besondere Vorstellung zum Abschluss dieser Aufführungsserie sein.
Medienpartner: rbb radio3
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung am Grunewald und der Deutschen Oper Berlin
In Kooperation mit der BSP Business & Law School Berlin
In einer Orchesterfassung von Franz Wittenbrink
bearbeitet für kleines Orchester (9 Musiker)
Felix Bloch Erben, Verlag für Bühne, Film und Funk





