Chorlabor – Weihnachtsoratorium in a nutshell
Im Rahmen von „Chorus“ – Eine Sound-Installation von Annika Kahrs
Sonntag 13.12.2026 16 H, € 15,– erm. 10,– Nikolaikirche Nikolaikirchplatz, 10178 Berlin
In Kooperation mit Berlin Museum
Mit Bachs „Weihnachtsoratorium“ sind die Studierenden der Eisler zu Gast in der Nikolaikirche, dem ältesten Kirchengebäude der Berliner Mitte. 1734/35 in Leipzig komponiert steht das barocke Meisterwerk bis heute jedes Jahr in der Adventszeit in zahlreichen Kirchen und Konzertsälen auf dem Programm. Das Chorlabor der Eisler – ein Ensemble aus Studierenden und externen Sänger*innen – sowie Chordirigent*innen, Streicher und Saxophone wollen Tradition und Moderne miteinander verbinden. Unter der künstlerischen Leitung des Chordirigenten und Eisler-Alumnus Jonas Kraft präsentieren die Studierenden dem Publikum eine lebendige Interpretation von Auszügen des festlichen Oratoriums in neuen Klangfarben.
Auszüge aus Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ BWV 248
Jonas Kraft Leitung
Ticketlink folgt unter www.berlin.museum/museum/nikolaikirche
Chorus – Eine Sound-Installation von Annika Kahrs
mit Kompositionen von Louis d’Heudières
Was passiert, wenn eine Kirche selbst zu klingen beginnt? In ihrer neuen Sound-Installation „Chorus“ verwandelt die Künstlerin die Nikolaikirche in einen begehbaren Klangkörper.
Die Sound-Installation von Annika Kahrs folgt einer räumlichen und zeitlichen Choreografie. Zur vollen Stunde beginnt sie im Freien und führt über sieben Stationen allmählich ins Innere der Kirche, vom Glockenspiel über den Eingangsbereich, die Orgel und den Chorraum bis ins Mittelschiff – ein Klangkörper, durch den du dich bewegen kannst. In der Musik hat das Wort Chorus verschiedene Bedeutungen. Das Prinzip eines Chorus findet sich in der Arbeit der Künstlerin auf unterschiedlichen Ebenen wieder. Einzelne Stimmen und Klänge stehen dabei für sich und treten zugleich miteinander in Beziehung. Wie bei einem Chor stehen die Klänge dabei nicht nur für sich allein. Sie sind auch nebeneinander, übereinander und miteinander zu hören. Die Sounds und Kompositionen der Installation greifen geschichtliche und gesellschaftliche Bezüge der Nikolaikirche auf. Mit Sounds, die Annika Kahrs in Berliner Bezirken aufgenommen hat, trägt sie wiederum heutige Klänge in den Kirchenraum. Dort bilden ihre Field Recordings einen losen Chor der Stadt. Die Kirche wird zum Resonanzraum für Berlin.
Klangräume im Dialog
Ein breit gefächertes Musikprogramm begleitet die Sound-Installation von Annika Kahrs. Auf abwechslungsreiche Art bringt es den Raum der Kirche immer wieder zum Klingen. Regelmäßige Konzerte laden dazu ein, Musik in unterschiedlichsten Formen zu erleben. Freitags steht dabei die Orgel im Mittelpunkt. Von Rap bis Orchester, von Sound-Experiment bis Ohrwurm: Jede Veranstaltung öffnet neue Perspektiven auf Klang, Raum und Musik.
Weitere Informationen: www.berlin.museum/ausstellung/chorus#programm

© Stiftung Stadtmuseum Berlin | Michael Setzpfandt