Forum Neue Musik
Samstag 30.05.2026 19 H, Eintritt frei Studiosaal Charlottenstraße 55, 10117 Berlin
Das Forum Neue Musik an der Eisler versteht sich als Ort der Inspiration, an dem sich jedes Jahr Kompositionsstudierende, Instrumentalstudierende und Lehrende für einen freien Austausch treffen und gemeinsam neue musikalische Horizonte erkunden. Zusammen erarbeiten sie neue Ensemble- und Kammermusikkompositionen, im lebendigen Dialog erhalten die Komponist*innen dabei wichtige Impulse für ihre weitere Arbeit. Sie diskutieren mit den Beteiligten in einer intensiven Probenwoche über Werke und ihre Interpretation, tauschen Ideen, Perspektiven und Erfahrungen in der künstlerischen Praxis aus. Im Abschlusskonzert präsentieren sie der Öffentlichkeit das Ergebnis ihrer Probenarbeit.
In Kooperation mit dem Zentrum für Kammermusik
Richard Plate
„POV: You're deserted on an alien Planet“
Kazuya Makihara-Mon Saxophon
Gala Kossakowski Baladrón Flöte
Linus Demmig Vibraphon
Gina Keiko Friesicke, Leonard Toschev Violine
Yayun Qiu Viola
Runing Li Violoncello
Giorgio Lazzari Klavier
Yul Kweon
„[ ]-lalia“ für Viola solo
Martta Kunnola Viola
Cecelia Philippi Palumbo
„Twee“ für zwei Klarinetten
Noam Avidor Fuchs, Peleg Wagner Klarinette
Michael Essl
„Ka!“
Lili Bereczki Flöte
Xiaomei Jin Klarinette
Anna Hromadchuk Gitarre
Ilona Kindt Violoncello
Yuhan Liu Klavier
– PAUSE –
Julius Tangerding
„Not a Walz“
Gala Kossakowski Baladrón Flöte
Igor von Gagern Bassetthorn
Chinguun Ganbat Violoncello
Ziyue Yuan, Jianing Li Schlagzeug
Raphaëlle Aoun
„Grey Olive Tree“
Gala Kossakowski Baladrón, Margarida Candido Cardoso Flöte
Wenhan Wu Klarinette
Kazuya Makihara-Mon, Arnau Morales Donato Saxophon
Ziming Ren Horn
Katarina Vowinkel Trompete
Ludvig Forslund, Emma-Lisa Björeman Posaune
Jack Gawith Tuba
Ziyue Yuan, Jianing Li Schlagzeug
Meittam Govreen-Segal E-Gitarre
Pablo Boetsch E-Bass
David Kläy Klavier
Fynn Hoffmann
„Das Schweigen der Sirenen“
Lili Bereczki Flöte
Hamin Yang Oboe
Peleg Wagner Klarinette
Arnau Morales Donato Saxophon
Yanjiao Lyu Fagott
Ziming Ren Horn
Jihan Yoo Trompete
Emma-Lisa Björeman Posaune
Ziyue Yuan Schlagzeug
Alicia Poon, Shihan Wang Violine
Yunrui Qu Viola
Eléonore Rannou Violoncello
Finn Weigelt Kontrabass
Isabelle Low Harfe
Sangwoo Kim Klavier
Ilona Kindt Einstudierung („POV“, „Ka!“, „Not a Walz“)
Christian Schüller Dirigent
Prof. Jörg Mainka, Prof. Eun-Hwa Cho Leitung
Richard Plate, geboren 2004 in Dresden, begann seine musikalische Ausbildung am Sächsischen Landesgymnasium für Musik, das er von 2014 bis 2023 mit dem Hauptfach Saxophon besuchte. Parallel dazu erhielt er ab 2016 Kompositionsunterricht bei Johannes Korndörfer und später bei Mark Andre. Zusätzlich nahm er regelmäßig an den Ferienkursen der Kompositionsklasse Dresden teil, wo er von Annette Schlünz und Bernd Schumann unterrichtet wurde. Seine Kompositionen wurden in den Jahreskonzerten der Kompositionsklasse uraufgeführt, unter anderem vom Klangkollektiv Opus Eins. Im August 2024 nahm Richard am Sommercampus des Impulsfestivals Sachsen-Anhalt teil. Im Rahmen des Festivals wurde seine Komposition für das Ensemble Pandora's Box vom Landesjugendensemble für Neueste Musik Sachsen aufgeführt. Seit Oktober 2023 studiert er Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Prof. Hanspeter Kyburz.
Yul Kweon studiert seit 2018 Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Eun-Hwa Cho. Seine Stücke wurden in Südkorea und Deutschland von Ensembles wie dem Sonar Quartett und Echo Ensemble in Konzerten aufgeführt sowie im Rahmen von Veranstaltungen wie „Neuköllner Originaltöne“ und „Mehrlicht!Musik“.
Cecelia Philippi Palumbo (*2005) ist eine Niederländisch-Amerikanische Komponistin, Bratschistin, Pianistin und Künstlerin. Sie wuchs in Amsterdam auf und studiert seit April 2024 Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Hanspeter Kyburz und James Wood. Sie lässt sich unter anderem inspirieren von Literatur, Geschichte, Mathematik und verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und beschäftigt sich neben Instrumentalmusik auch mit elektronischer Musik und Musiktheater. Ihre Kompositionen wurden u.a. von dem Matangi Quartett, dem HERMESensemble, dem Nederlands Blazers Ensemble und dem Berliner Lautsprecherorchester aufgeführt und beim Aurora Festival, der Gaudeamus Muziekweek, November Music, TD Berlin und Wild und Schön Wien. Im Bereich Musiktheater schrieb sie in den letzten Jahren ein Kinderballett, zwei Theaterstücke und mehrere kurze Opern. Sie war mehrmals Preisträgerin internationaler Kompositionswettbewerbe und nahm an Meisterkursen und Workshops teil, u.a. bei Wim Henderickx, Martijn Padding und Anne-Maartje Lemereis. Sie ist weiter als Bratschistin und Performerin tätig in verschiedenen Orchestern, Ensembles und Projekten in Amsterdam und Berlin. Auch ist sie Mitbegründerin der studentischen Initiative „Zusammenhall“, mit der sie interdisziplinäre, gesellschaftlich-politische Konzerte in weniger traditionellen Formate organisiert.
Michael Essl (*1991 in Stuttgart) studierte zunächst Jazzklavier bei Prof. Hubert Nuss, Francesca Tanksley und Laszlo Gardony in Stuttgart und Boston und anschließend Komposition und Musiktheorie bei Andrew List, Prof. Hanspeter Kyburz, Veli-Matti Puumala und Prof. Jörg Mainka in Boston, Berlin und Helsinki. Sein Schaffen umfasst Orchesterstücke, Opern, Kammermusik, Chormusik und Solostücke, sowie auch Stücke für Jazzbesetzungen und Musik für Stummfilme. Für seine Kompositionen wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben wie dem Alba Rosa Viëtor-Wettbewerb und dem Joseph Dorfman-Wettbewerb. 2022–2024 war er Composer in Residence an der Jungen Oper Dortmund und schrieb zwei Kammeropern, die beide bereits in mehreren Spielzeiten wiederaufgenommen wurden. Außerdem arbeitete er mit einigen Orchestern, z.B. dem MDR-Sinfonieorchester, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Radio Philharmonie, der Sächsischen Bläserphilharmonie, dem Brandenburgischen Staatsorchester uvm. Seine Stücke werden in Deutschland, USA, Finnland, Belgien, Italien, Spanien und den Niederlanden aufgeführt. Er wurde von Edition Peters, „Klassik um Eins“, dem Deutschen Bühnenverein und der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft mit Stipendien gefördert. Michael Essl ist darüber hinaus auch als Arrangeur, Pianist, Notengrafiker und Lehrer aktiv.
Julius Tangerding beendet dieses Semester sein Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Samir Odeh-Tamimi, das er 2021 bei Prof. Hanspeter Kyburz begann. Während eines einjährigen Aufenthalts in Wien studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Michael Jarrell. Vorangegangen waren außerdem Studien der Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. In seiner musikalischen Ausbildung spielten für den gebürtigen Berliner neben dem Erlernen des Klavierspiels seit früher Kindheit die Auseinandersetzung mit modernen Produktionsmethoden und die Erforschung von erweiterten harmonischen Zusammenhängen eine prägende Rolle. Die Weiterentwicklung und Synthese beider genannnten Aspekte sowie auch Fragen zur Form und Narration stellen für den Komponisten zentrale Interessen in seiner kompositorischen Arbeit dar. Seine Kompositionen wurden u.a. bei Festivals wie „Mehrlicht!Musik“, „Artspring Berlin“ sowie in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Recherche oder dem Berliner Lautsprecherorchester aufgeführt.
Raphaëlle Aoun (*2004) ist eine libanesische Komponistin mit Sitz in Berlin. Durch ihre Musik versucht sie, eine Verbindung zum Publikum aufzubauen und zur Reflexion sowie zum Dialog über die Rolle zeitgenössischer Musik in der heutigen Gesellschaft einzuladen. Ihre Werke wurden von renommierten Ensembles und Solist*innen aufgeführt, darunter das Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Ensemble LUX:NM, Orkest de Ereprijs, MotoContrario Ensemble, United Instruments of Lucilin, Art Percussion Ensemble sowie Matthias Bauer und weitere. Sie wurde ausgewählt, an Festivals und Residenzen wie dem Klangwerkstatt Festival Berlin, dem Mixtur Festival, dem Rainy Days Festival, der Akademie Kontemporär Hamburg, dem Young Composers Meeting 2026 und weiteren teilzunehmen. Raphaëlle Aoun erhielt Auszeichnungen wie den Orkest de Ereprijs Commission Prize, den II. Randspiele International Competition in Zepernick sowie Jugend Komponiert Deutschland. Seit Oktober 2024 studiert sie Komposition im Bachelorstudiengang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, nachdem zuvor Studien bei Komponist Helmut Zapf erfolgt waren. Darüber hinaus erweiterte sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch die Arbeit mit renommierten Komponist*innen, darunter Samir Odeh-Tamimi, Marc Sabat und weitere.
Fynn Hoffmann (*2003 in Bonn) ist deutscher Komponist und Pianist. Er studierte zuletzt Komposition bei Prof. Eun-Hwa Cho an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, wo er 2026 seinen Bachelorabschluss machte. Sein Studium führte ihn davor an das Honours College der Universität Utrecht/University College Roosevelt, wo er Music Performance mit den Schwerpunkten Komposition und Klavier sowie Musikwissenschaft studierte. Ein Auslandssemester am Bard College in New York ergänzte seine Ausbildung um Filmmusik und Jazz-Klavier. Seine Werke wurden unter anderem bei Jugend Komponiert ausgezeichnet und im Rahmen internationaler Festivals aufgeführt (u.a. Mostly Modern Festival | The Netherlands), er ist außerdem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des Richard-Wagner-Verbandes. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit sammelte Fynn Hoffmann umfassende Erfahrungen im Musiktheater als Regiehospitant, unter anderem in Salzburg bei Florentine Klepper, in Freiburg bei Tilman Knabe sowie in Frankreich bei Jean-Michel Fournereau.
Christian Schüller
Der 1991 in Koblenz geborene Dirigent verbindet Traditionsbewusstsein mit einer Leidenschaft für die Avantgarde. Sein Weg führte ihn nach dem Studium an der Hochschule für Musik Saar bei Toshiyuki Kamioka und Prof. Manuel Nawri an die International Conducting Academy der Universität der Künste Berlin zu Prof. Steven Sloane und Prof. Harry Curtis, von da aus weiter bis zum Halbfinale beim Wettbewerb „Orchestra's Conductor“ 2026.
Am Pult stand er u.a. bei den Staatsorchestern in Frankfurt/Oder und Braunschweig, den Brandenburger Symphonikern, dem Göttinger Symphonieorchester sowie dem Vratsa Symphony Orchestra (Bulgarien). Im Bereich der zeitgenössischen Musik leitete er das Ensemble Modern und das Ensemble ö!. Gastkonzerte führten ihn u.a. zu den Schwetzinger SWR Festspielen. Seit 2021 arbeitet er eng mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Sächsischen Bläserphilharmonie (OPUS KLASSIK 2023) zusammen.
Bereits 2017 gab er sein Operndebüt mit Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“, gefolgt von Aufnahmen für den SR (Phaedra), Produktionen am Staatstheater Saarbrücken und Uraufführungen an der Deutschen Oper Berlin (2021). Wertvolle Erfahrungen als Assistent sammelte er bei Karel Mark Chichon, Eva Ollikainen, Mario Venzago und Enrico Delamboye. Bedeutende künstlerische Impulse erhielt er durch Hospitationen und Meisterkurse bei Sian Edwards, Titus Engel, Anna Skryleva und Sebastian Weigle.

© Janine Escher