Mendelssohn „Elias“
Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“ (1. Teil)
Samstag 30.05.2026 18 H, Eintritt frei Reformationskirche Beusselstraße 35, 10553 Berlin
Zum zweiten Mal bereits kommen Chor und Symphonieorchester der Hochschule München im Rahmen einer Zusammenarbeit nach Berlin zu gemeinsamen Proben mit dem Hochschulchor der Eisler sowie zu Workshops mit der Klasse Chordirigieren unter Leitung von Prof. Tobias Walenciak (HfM) und Prof. Matthias Stoffels (HM). Im gemeinsamen Konzert zum Abschluss des Treffens führen die Studierenden den ersten Teil aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf.
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809–1847
„Elias“ op. 70 (1. Teil)
Anna Kohoff Sopran
Sophie Michel Mezzosopran
Fermin Basterra Tenor
Quirin Scholz Bass
Dirigent*innen
Inna Kalinina (Einleitung ff.)
Eunji Kim (Nr. 5 ff.)
Chanhee Kim (Nr. 9 ff.)
Suhyun Park (Nr. 13 ff.)
Kyumin Kim (Nr. 18 ff.)
Chor der HfM Hanns Eisler Berlin
Chor Symphonieorchester der Hochschule München
Prof. Tobias Walenciak, Prof. Matthias Stoffels Leitung
Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins für Chor und Symphonieorchester der Hochschule München e.V.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule München
Einführung
Die dramatische Geschichte des Elias lässt sich in Felix Mendelssohns Oratorium (UA 1846) im ersten Teil in drei große Szenen gliedern: Fluch, Wunder und Götterwettstreit. Und gleich zu Beginn beschreitet Mendelssohn neue Wege: Wo sonst eine Ouvertüre die gesamte Geschichte musikalisch zusammenfasst, geht Mendelssohn gleich mitten rein in‘s Geschehen: Elias tritt auf und verkündet im Namen Jahwes, des Gottes des Volkes Israel, dass es nicht mehr regnen soll, bis Elias diesen Fluch wieder aufhebt. Die anschließende Ouvertüre, der folgenden Chor und das Duett beschreiben eindringlich die lebensbedrohliche Dürrezeit und die Bitten um Regen. Mit dem Auftritt von Obadjah wird thematisch der Kontrast zwischen einem zürnenden und einem barmherzigen Gott in den Vordergrund gerückt. Unter dem Schutz von behütenden Engel macht sich Elias erst auf den Weg an den Bach Krith, wo er auf wundersame Weise versorgt wird, dann besucht er eine Witwe und lässt ihren verstorbenen Sohn wieder lebendig werden. Quintessenz dieses Teiles ist die Idee: Gott beschützt dich – liebe Gott!
Im Götterwettstreit fordert Elias König Ahab und die Anhänger des Baals-Kultes heraus: Welcher Gott es schafft, einen Holzklotz zu entzünden, der soll als der wahre Gott gelten. Dreimal ruft das Volk zunehmend verzweifelt und durch Elias provoziert nach Baal, doch niemand antwortet. Mit einem eindringlichen Gebet gelingt es Elias, Gott zum Entzünden des Holzes zu bewegen. Die folgende Rachearie und der Mord an den Baals-Priestern heben noch einmal die Dualität des zürnenden und barmherzigen Gottes heraus und werden durch die folgende Klagearie nur unwesentlich in ihrer Brutalität gemildert. Nach der Umkehr des Volkes vom Baals-Kult zu Gott gelingt es Elias erfolgreich, Gott um den ersehnten Regen zu bitten. Dreimal schickt er vergebens den Knaben los, nach Regen zu schauen, bis schließlich der die Dürre beendende Regen eintritt und sich so der Kreis zum Beginn des Oratoriums schließt.
Matthias Stoffels
Chor der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Der Chor ist im Rahmen des Ausbildungskonzeptes eines der künstlerischen Ensembles der Hochschule und setzt sich aus Studierenden aller Studiengänge zusammen. Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester werden Konzerte und Projekte z.B. im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, in der Marienkirche sowie im Berliner Dom realisiert. Gleichermaßen wird der Chor in die Opernproduktionen der Hochschule eingebunden. Seit 2002 werden A-Cappella-Konzerte in der Französischen Friedrichstadtkirche und an wechselnden Orten in Berlin gegeben. Der Chor wird geleitet von Tobias Walenciak, Gastprofessor und Studiengangsleiter für Chordirigieren.
Chor und Symphonieorchester der Hochschule München
Chor und Symphonieorchester der Hochschule München zählen seit vielen Jahren zu den repräsentativen kulturellen Einrichtungen der Hochschule. Ihre regelmäßigen Konzerte begeistern ein großes Publikum weit über die Grenzen der Hochschule und Münchens hinaus. Die Mitwirkenden in den Musikensembles sind Studierende aller Fachrichtungen der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Alumni, sowie Studierende anderer Münchener Hochschulen. Mit Spaß am gemeinsamen Musizieren und der Lust, auch ungewöhnliche musikalische Wege zu gehen, erarbeiten die jungen Menschen jedes Semester ein anspruchsvolles Konzertprogramm. Neben den wöchentlichen Probenterminen verbringen die Musizierenden regelmäßig mehrtägige Probenphasen gemeinsam. Viele Mitglieder von Chor und Symphonieorchester engagieren sich auch außerhalb der Musik für die Ensembles und tragen so wesentlich zum Gelingen von Proben und Konzerten bei.
Zusammenarbeit
Dirigent*innen brauchen Chöre, Orchester und Solist*innen. Chöre, Orchester und Solist*innen brauchen Dirigent*innen. Alle wollen Musik machen. Und etwas lernen. – So läßt sich in Kurzform die Zusammenarbeit zwischen der HfM Hanns Eisler Berlin und der Hochschule München zusammenfassen. In gemeinsamen Workshops erarbeiteten die jungen Musiker*innen unter Leitung von Tobias Walenciak und Matthias Stoffels die Musik, die heute im Konzert erklingt.
Prof. Matthias Stoffels ist künstlerischer Leiter des Chores und des Symphonieorchesters der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Dort lehrt er als Professor für Musik/Musikwissenschaft. Zudem unterrichtet er in den Bereichen Chordirigieren und historische Aufführungspraxis an der HfM Hanns Eisler Berlin und ist Leiter des preisgekrönten Kammerchores ensemberlino vocale.
Prof. Tobias Walenciak leitet seit dem Wintersemester 2022 als Gastprofessor den Studiengang Chordirigieren an der HfM Hanns Eisler Berlin. Als Chordirigent arbeitet er in Berlin mit dem Kammerchor Vocantare sowie dem gemischten Chor bancanta. Tobias Walenciak wirkte u.a. für die Salzburger Festspiele, die Berliner Philharmonie, die Staatsoper zu Berlin, die Kammeroper Rheinsberg und arbeitete mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Ivan Fischer, Jonathan Nott, Hans Graf und Howard Griffiths zusammen
Anna Kohoff (Sopran) studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei KS Prof. Dr. Ewa Wolak. Ursprünglich aus der Chorwelt stammend, war sie zuletzt in (semi-)professionellen Ensembles wie dem Bundesjugendchor, Walkenried Consort, Jungen Kammerchor Braunschweig und Kammerchor des Collegium Musicum Berlin zu hören, zu deren Profil Tourneen, Rundfunkaufnahmen und 1. Preise in (inter-)nationalen Wettbewerben gehören. Solistisch liegen ihr Konzert und Oratorium besonders am Herzen.
Die in Berlin geborene Mezzosopranistin Sophie Michel studiert Gesang an der HfM Hanns Eisler Berlin bei Frau Prof. Renate Faltin. Sie hatte einige solistische Auftritte in Berliner Kirchenkonzerten, wie mit dem Bach-Kollegium in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche unter der Leitung von Achim Zimmermann oder in der St. Ludwig unter der Leitung von Jacobus Gladziwa. Zudem sang sie die Rolle der AImirena aus Rinaldo von Händel und die Rolle der Antonia aus Tiefland von d'Albert im Rahmen der Musiktheaterwerkstätten der HfM. Sie wird ab kommenden Herbst im Master an der HfM studieren.
Der deutsche Tenor Fermin Basterra begann seine Gesangsausbildung am Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt am Main zunächst bei Edmund Brownless, später bei Yoo-Chang Nah. Seine Studien führten ihn weiter nach Berlin an die HfM Hanns Eisler Berlin, zuerst in der Klasse von KS Prof. Thomas Quasthoff, danach bei Prof. Stephan Rügamer. Dort war er an zahlreichen Opernproduktionen beteiligt, u.a. „Il mondo della luna“ von Haydn, „Dido und Aeneas“ von Purcell, „Ritorno d’Ulisse in patria“ von Monteverdi und im Winter 2021 in Mozarts „Idomeneo“. In der Saison 2021/2022 gab er sein Debüt an der Staatsoper Unter der Linden in der Uraufführung von Peter Eötvös' „Sleepless“. Seit Januar 2022 ist er im Chor der Komischen Oper engagiert. Im Sommer 2023 sang er an der Berliner Staatsoper in G.F. Haas' Oper „Thomas“ in der Rolle des „Dominik“.
Quirin Scholz ist trotz jungen Alters ein gefragter Opernsänger und gestaltete bereits wichtige Partien seines Fachs. Neben der Oper ist der Bassbariton regelmäßig im Konzertbereich tätig. Sein Repertoire reicht von Barock bis zur zeitgenössischen Musik und umfasst auch Uraufführungen. Er arbeitet mit renommierten Klangkörpern, wie dem Orchester der musikalischen Komödie Leipzig, der Kammerakademie Potsdam und dem Ensemble Quillo und konzertiert europaweit sowie in den USA.
Inna Kalinina stammt aus Charkiw (Ukraine) und lebt seit 2022 in Berlin. Sie studierte von 2018 bis 2022 an der Nationalen Universität der Künste in Charkiw und schloss dort ihr Bachelorstudium ab. Seit 2024 studiert sie Chordirigieren im Masterstudiengang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Neben dem Dirigieren wirkt sie regelmäßig als Sängerin in verschiedenen musikalischen Projekten mit.
Eunji Kim absolvierte Studien in Gesang und Chordirigieren in Südkorea und leitete dort mehrere Orchester und Chorensembles. Seit 2023 studiert sie Chordirigieren an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Bis 2025 war sie Assistentin bei Cantus Domus. Derzeit dirigiert sie den Meari Koreanischen Chor Berlin sowie den Gloria Chor der Koreanischen Katholischen Gemeinde Berlin. 2025 dirigierte sie in Leipzig ein deutsch-koreanisches Friedenskonzert zum 35. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung.
Chanhee Kim ist ein südkoreanischer Dirigent. Nach seinem Studium an der Korea National University of Arts studiert er derzeit an der HfM Hanns Eisler Berlin. Kim assistierte dem RIAS Kammerchor (Matthäus-Passion 2025) unter Justin Doyle und unterstützte Florian Benfer sowie Prof. Markus Stenz als Korrepetitor. Aktuell wirkt er als Co-Musikdirektor des Seoul Youth Choir und Assistent beim Jungen Consortium Berlin. Er war Finalist des Jeju-Wettbewerbs und besuchte Meisterkurse bei Justin Doyle und Yuval Weinberg.
Suhyun Park ist Absolvent der Kunstoberschule Daejeon in Südkorea mit Aufnahme im Fach Klavier und Abschluss im Fach Gesang. Er hat seinen Bachelorabschluss im Fach Kirchenmusik mit Schwerpunkt Chorleitung an der Yonsei University in Südkorea gemacht. Derzeit studiert er im 3. Semester des Masterstudiengangs Chordirigieren an der HfM Hanns Eisler Berlin und ist als Chorleiter an der Somang-Kirche Berlin tätig.
Kyumin Kim studierte Kirchenmusik an der Yonsei University in Seoul. Derzeit absolviert er ein Masterstudium im Fach Chordirigieren an der HfM Hanns Eisler Berlin bei Prof. Tobias Walenciak und Ralf Sochaczewsky. In Südkorea war er als Chorleiter der Huam Presbyterian Church sowie als stellvertretender Chorleiter der Young-Nak Presbyterian Church tätig. Außerdem ist er Gründungsdirektor des Vocal Ensemble Makers. Darüber hinaus war er auch als Tenor aktiv und sang als Gastmitglied im National Chorus of Korea und im Hanam City Civic Choir.
Unterstützen Sie den Studiengang Chordirigieren der HfM Hanns Eisler Berlin: www.betterplace.org/de/projects/170490-singen-macht-gluecklich-unterstuetzen-sie-unsere-chordirigent-innen
Unterstützen Sie den Förderverein für Chor und Symphonieorchester der Hochschule München: www.paypal.com/pool/9ow0Mw7sv2?sr=wccr

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