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Eisler eCampus

Digitale Lehre kann den direkten sozialen Kontakt nicht ersetzen, aber nachhaltig und sinnvoll mit digitalen Mitteln unterstützen, ergänzen und bereichern. Auch wenn es die aktuelle Situation erfordert, seit März 2020 die persönlichen Begegnungen und den direkten künstlerischen Austausch einzuschränken, und Lehrende sowie Studierende sich nicht wie gewohnt in den Unterrichtsräumen der Hochschule treffen können, entstehen in dieser Ausnahmesituation auch Chancen:

Präsentation des Eisler eCampus

Prof. Andrea Tober, Prorektorin für Digitale Transformation, stellt den Eisler eCampus der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin vor.

Digitales Kreativsemester

„Vor diesem Hintergrund sind wir mit allen Berliner Hochschulen aufgerufen, das Sommersemester als ein Kreativsemester zu nutzen, um neue Formen des Unterrichtens, des Austausches untereinander und der Wissensvermittlung in digitalen Formaten auszuprobieren. Dafür sind kreative Ideen und Experimentierfreude gefragt. Das geschieht im Wissen, dass für die Umsetzung auch technische Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Auch hier müssen wir für uns neue Wege gehen, die uns eine kurzfristige Realisierung der Ideen erlauben.“
Sarah Wedl-Wilson, Rektorin

Nachhaltigkeit des Experiments

Aufgrund der Sondersituation steht die Hochschule vor der Herausforderung, Lehrformate entwickeln und ausprobieren zu müssen, die neben kontaktlosem Lernen (Distance Learning) Potential haben, in den Präsenzunterricht integriert werden zu können (Blended Learning), sogar zusätzliche Online-Angebote zu schaffen (Lehre On Demand), die zeitlich und räumlich unabhängig abgerufen werden und selbstgesteuertes Lernen fördern können oder zukünftig digital gedachte Webinare anzubieten (Learning Management Systems).

Erste Eindrücke neu entwickelter Formate können Sie unter #eislerlab_digital und #eislerlive erhalten:

#eislerlab_digital
#eisler live

Leitgedanken

Um das zu ermöglichen, wurde mit dem Aufbau des Eisler eCampus begonnen, eine digitale Infrastruktur an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin einzurichten. Sie ermöglicht, die Lehre – über digitale Lehrformen und Corona hinaus – zu unterstützen, indem die interne Kommunikation und Zusammenarbeit im geschützten Raum und in einem Ensemble verschiedener Bausteine zusammengefügt und harmonisiert wurden.

  • Sicherheit: Der Eisler eCampus bietet einen geschützten Bereich und ermöglicht die Kontrolle über die eigenen Daten durch den Serverstandort in Deutschland und entsprechender DSGVO-Konformität: Die Metadaten bleiben privat, die Nutzergruppe ist begrenzt und deren Verwaltung abgesichert.
  • Flexibilität: Ein bequemer Zugriff auf Informationen unabhängig vom eigenen Standort oder dem verwendeten Gerät wird ermöglicht.
  • Harmonisierung: Zugunsten einer Gesamtarchitektur bedeutet dies, individuelle Insellösungen aufzulösen, die sich aus Perspektive einzelner Lehrender zwar bewährt haben können, aber aus der Perspektive Studierender nur eine von vielen individuellen Lösungen ist, mit der sie sich täglich konfrontiert sehen.

Bausteine

Der Eisler eCampus besteht aus verschiedenen Komponenten, die nutzerfreundlich miteinander verbunden sind. Mit dieser Lösung soll eine umfassende Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit angeboten werden.

eislerMail

  • Kommunikation per Mail: Die Einrichtung von hochschuleigenen E-Mail-Konten für alle Mitglieder der Hochschule in der Outlook WebApp ermöglicht nun, dass alle intern mit ihrer E-Mail-Adresse aufgeführt und erreichbar sind.
  • Termine: Über eine Kalenderfunktion können Kalender mit anderen Nutzer*innen geteilt werden und  Unterrichtsabsprachen werden erleichtert. Über einen hochschulübergreifenden Kalender können studienrelevante Termine z. B. Semestertermine, Probenplanung der großen Projekte u.a. kommuniziert werden.
  • Integration: Neben der sicheren Kommunikation ist zudem die Verwaltung des E-Mail-Kontos in beliebigen E-Mail-Programmen auf dem eigenen Gerät möglich.

eislerMail
Passwort-Wiederherstellung

eislerCloud

  • eislerCommunity: Um Zugang zu dieser Plattform zu bekommen, gibt es einen sicheren Anmeldevorgang, der über die offizielle hochschuleigene E-Mail-Adresse geregelt wird. Nur so können sich Nutzer*innen als Mitglieder der Hochschule verifizieren.
  • Dateien teilen: Die Cloud ermöglicht, dass wir alle für die Lehre notwendigen Dateien wie u. a. Dokumente oder Videos dort ablegen und auffindbar (!) zugänglich machen können. Das können sowohl Lehrinhalte sein als auch Dokumente der Gremien der akademischen Selbstverwaltung.
  • Speicherkapazität: Alle Nutzer bekommen ausreichend Speicherplatz, der bei Bedarf auch angepasst werden kann. Vorrangig ist die Cloud als Ort des temporären Datenaustauschs zu verstehen; nach Absprache ist aber auch die Einrichtung von fachspezifischen Mediatheken denkbar.
  • Zusammenarbeit: Über ein integriertes OnlyOffice-Anwendungspaket können Dateien auch ohne Software-Lizenz oder Installationen auf dem eigenen Rechner gemeinsam bearbeitet werden.
  • Wissen teilen (in Planung): Wir planen die Integration eines hochschuleigenen ‚Eisler-Wikis‘: Informationen zu Themen, die für uns alle interessant und relevant sind, können dort gut strukturiert abgelegt und bearbeitet werden.
  • Gäste: Auch externe Gäste können temporär zur Nutzung der Cloud bzw. einzelner Ordner eingeladen werden.

eislerCloud

eislerTalk

Ab Juni geplant

  • Kommunikation per Videokonferenz: Hiermit wird ein eigenes Videokonferenz-Tool auf Basis des Open Source-Programms jitsi auf einem eigenen Server angeboten.
  • Sicherheit: Mit dieser Lösung ist eine gewisse Stabilität und Sicherheit gewährleistet, auch wenn es hohen Anforderungen an die Klangqualität für Instrumentalunterricht nicht gerecht werden kann.
  • Funktionen: Mit diesem Tool können primär Seminare bzw. Gruppenunterrichte und organisatorische Meetings veranstaltet werden. Auf manche gewohnten Funktionen, die von anderen Anbietern bekannt sind, muss (noch) verzichtet werden; sie sind aber mittelfristig durch Nachprogrammierungen denkbar.

eislerChat

Ab Juni geplant

  • Kommunikation via Chat: Über ein integriertes Tool, vergleichbar zu WhatsApp, werden Chaträume für kurzfristigen Austausch von Informationen, Fragen und Erfahrungen ermöglicht. Das können offene oder private Kanäle sein (z. B. die Hauptfachklasse) oder Unterhaltungen zu speziellen Themen.

Asimut

  • Raumorganisation: Mit diesem Baustein ist die eislerCommunity bereits bestens vertraut. Lehrende sowie Studierende planen und organisieren die zur Verfügung stehenden Räume in diesem Raumbuchungssystem, so dass die Ressourcen besser genutzt werden können.

Asimut

Campusmanagement

Ab Oktober geplant

  • Organisation der Lehre: Neben bereits eingeführten Modulen des  Campus Management Systems im Bereich der Studienverwaltung, werden wir nun weitere Module zur Planung und Organisation von Studium und Lehre nach und nach einführen können.