Kammermusikfestival Mozart - 01.-03.07.2022

Unter dem programmatischen Motto M♀ZART feierte die Hochschule vom 1. bis 3. Juli drei Tage lang die Kammermusik. Zum einen wurden Werke von Komponistinnen quer durch die Musikgeschichte vorgestellt, zum anderen nahm das Festival Mozart ins Visier:

„Musik ist eine universelle Sprache, die Menschen verbindet. Doch was verbindet die Musiker*innen miteinander? Nach so langer Zeit, in der pandemiebedingt jede*r Musiker*in für sich alleine musizierte, oder höchstens Aufnahmen veröffentlichte, war es nun eine sehr große Freude, wieder das Zusammenspiel mit einem Kammermusikfestival zu feiern! Es spielten und sangen Studierende mit Lehrenden, Alumni und Gästen, alle zusammen in Besetzungen und mit Werken, die das Intime wiedergeben, und gleichzeitig vor dem Orchestralen keine Scheu zeigen.

Lange fehlte die öffentliche Kammermusik in unserem Haus. Doch selbst als sie da war, war ersichtlich, dass einiges seltener gespielt wurde als anderes. Darunter fielen bedauerlicherweise Werke weiblicher Komponistinnen und erstaunlicherweise Werke von W. A. Mozart. Wie erklärt sich das? Ziemlich einfach: vor Mozart gibt es eine große Ehrfurcht, die viele Musiker*innen hemmt, seine Musik vorzutragen. Die Musik vieler Komponistinnen ist hingegen schlichtweg, und zu Unrecht, zu wenig bekannt.

Mit unserem Festival rückten wir diese wunderbare Musik drei Tage ins Zentrum. Dabei versprechen wir: Unsere Beschäftigung mit dieser Musik soll nach dem Festival weitergehen. Es soll von nun an sogar unsere Aufgabe sein, diese als Kernrepertoire der Kammermusik in unserem Haus zu betrachten und zu pflegen.

Zu guter Letzt möchte ich diesen Anlass nutzen, um etwas Großartiges zu verkünden. Mit diesem Festival weihten wir offiziell das neu gegründete Zentrum für Kammermusik der HfM ein! Ich gratuliere ganz herzlich allen Freunden und Freundinnen der Kammermusik, und hoffe, dass durch das Zentrum für Kammermusik dieser Freundeskreis immer weiterwachsen wird!“

Prof. Jonathan Aner
Künstlerischer Leiter

Fotos: Janine Escher